Unsere Webseite verwendet Cookies. Wenn Du auf unserer Webseite weitersurfst, stimmst Du dieser Verwendung zu.   Mehr erfahren...
Zustimmen
Jenny1303

Beschäftigungsverbot

Hallöchen zusammen,

ich bin neu hier und hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich bin gerade in der vierten Woche meiner Schwangerschaft und hab die freudige Nachricht auch erst vor ein paar Tagen gekriegt. Ich möchte so schnell wie möglich meinen Arbeitgeber informieren. Ich arbeite nämlich als medizinische Fachkraft in einer Klinik und muss teilweise auch Aufgaben machen, die Schwangere gar nicht machen dürfen. Deswegen muss ich meinem Arbeitgeber auch zeitig Bescheid geben. Vorher wollte ich aber mal wissen, wie das mit einem Beschäftigungsverbot läuft? Kann ich einfach eins beantragen? Oder liegt das im Ermessen des Arbeitgebers? Geht das erst ab einer bestimmten Woche?? 

Habe leider überhaupt keine Ahnung und hoffe ihr könnt mir da mal weiterhelfen.

Liebe Grüße,
Jenny 
Speichern Abbrechen
4 Kommentare
2018-07-27T10:17:21Z
  • Freitag, 27.07.2018 um 12:17 Uhr
Liebe Jenny,

dein Frauen-oder Hausarzt kann dir ein individuelles Beschäftigungsverbot ausstellen, wenn entweder deine Gesundheit oder die deines Babys gefährdet wird. Und das liegt in deinem Ermessen.  😊
Vor allem bei Berufen in Kliniken ist das weit verbreitet.


2018-07-27T13:11:52Z
  • Freitag, 27.07.2018 um 15:11 Uhr
Ok, dann werd ich mich mit dem Thema wohl gleich mal an meine Ärztin wenden, damit ich das auf Arbeit schnell durchgesetzt kriege. Möchte mein Kind nämlich nicht dem ganzen Stress und den vielen Geräten und Strahlungen bei uns aussetzen. 

Danke dir. 😊
2018-07-29T09:47:26Z
  • Sonntag, 29.07.2018 um 11:47 Uhr
Hallo Jenny,


dein Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass dein Arbeitsplatz entsprechend der Mutterschaftsrichtlinien gestaltet ist. Kann er sich nicht dran halten, kann er dir ein Beschäftigungsverbot ausstellen. Das ist einfacher als direkt vom Arzt, weil er die Gefahren (z.B. Übertragung gefährlicher Krankheiten) kennt und somit das Beschäftigungsverbot gut nachvollziehbar ist.


Alternativ kann man sich das Beschäftigungsverbot auch vom Frauenarzt oder Hausarzt einholen. Da ein Frauenarzt hier besser einschätzen kann, ob dein Beruf dich und/ oder dein Baby gefährdet, würde ich diesen bevorzugen. Wenn nachweislich dein Beruf gefährlich ist, wird die Ausstellung recht problemlos ablaufen. 


Ein Hausarzt kann aber auch das Beschäftigungsverbot ausstellen.


Es gibt immer den Unterschied zwischen generelles Beschäftigungsverbot (dein Arbeitsplatz gefährdet dich und/ oder dein Baby bzw. die Mutterschaftsrichtlinien können nicht eingehalten werden) und dann gibt es noch das individuelle Beschäftigungsverbot, zum Beispiel wegen Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen oder was auch immer. Während das generelle Beschäftigungsverbot recht leicht umzusetzen ist, kommt es beim individuellen Beschäftigungsverbot auch drauf an, wie dein Arzt die Lage einschätzt, ob er also das verbot für richtig hält oder ob er beispielsweise eine Krankschreibung ausstellt bzw. auf beides verzichtet.


In deinem Beruf denke ich aber, dass aufgrund deines Berufes und der Gefahr verschiedener Krankheitserreger du ohne Probleme ein Beschäftigungsverbot bekommst. Da diese Gefahr von Anfang an vorhanden ist, musst du nicht abwarten, ehe du eine gewisse SSW erreicht hast sondern es kann (oder soll?) sofort umgesetzt werden. Da ich aber nicht aus dem medizinischen Bereich komme, kann ich dir da keine Details nennen.

2018-07-30T09:26:55Z
  • Montag, 30.07.2018 um 11:26 Uhr
Hallo Joliana,

vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort! In dem Fall werde ich mich dann tatsächlich an meine Frauenärztin wenden. Die Leitung in unserer Klinik ist leider sehr "schwierig" und viele organisatorische bzw. fachliche Dinge bleiben da oft auf der Strecke oder verzögern sich.  

Bei meiner Ärztin sollte das eigentlich kein Problem sein. 

Dateianhänge
    😄