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Panchy

Innovativ, aber absolut nicht ausgereift

Dreamguard ist ein Produkt mit Atmungsüberwachung, Positionserkennung und akustischen und visuellen Signalen, welches laut Hersteller sowohl für Babys als Bauch- aber auch Rückenschläfer geeignet ist. Es hat ein interessantes Design in einer schlichten klassischen Farbe (weiß-grau). Der Magnetclip, der an der Kleidung befestigt wird, schmiegt sich wunderbar auf der Empfängerstation zur Aufbewahrung und zum Aufladen an. Er ist dort magnetisch befestigt.
Der Stromanschluss ist nicht flexibel mit üblichen Smartphone-Ladegeräten, dafür wird ein eigenes Kabel mit separatem Stecker mitgeliefert. Wie mit allen neuen Anschaffungen muss man sich erst einmal damit vertraut machen. Die mitgelieferte Kurz-Anleitung ist nur durch Bilder beschrieben. Diese ist für „Neulinge“ eher weniger von Anfang an verständlich. Stattdessen steht aber noch eine ausführliche Anleitung als Download bereit, die sehr aussagekräftig ist.
Unser Kind ist seit Anfang an Bauchschläfer und deshalb haben wir es für uns ausprobiert/getestet. Zwar soll das Gerät für Bauch- und Rückenschläfer geeignet sein, aber auf dem Rücken weiß man nicht, wo man es genau anbringen soll. Die Beschreibung für die Anbringung am Bauch ist unmissverständlich beschrieben („auf Höhe des Bauchnabels“). Auf dem Rücken hilft diese Information eher weniger.
Man muss auch wissen, dass der Dreamguard nur dann die Schlafposition erkennt, wenn sich das Kind um 180° dreht. Erst dann kann zwischen Bauch- und Rückenlage unterschieden werden. Es deutet generell eher darauf hin, dass es eher für Babys geeignet ist, die sich nicht oft drehen bzw. bewegen. Bleibt das Kind auf der Seite liegen, gibt es oft Fehlermeldungen. Wir haben oft die Fehlermeldung, dass der Clip „abgefallen“ sei, trotz dass das Kind in eigentlich zu erkennender Position lag. Ob dies ein Bedienfehler, eine falsche Anbringung durch uns oder am Magnetclip liegt, ist uns noch nicht ganz klar. Manchmal musste man nur die Halterung des Clips leicht verschieben, damit es wieder funktionierte. Die Atmungsüberwachung funktioniert tadellos, sofern der Clip gut hält und gut positioniert wurde. Die Drehung auf den Rücken bei Bauchschläfern ist eher unbequem, wenn der Clip auf dem Bauch angebracht ist. Um akustische Meldungen deuten zu können, reicht ein Tag des Kennenlernens aus. Die Signale sind verständlich. Visuelle Signale (verschiedenfarbige Lichtfarben und Anzeigen) sind durch die Online-Bedienungsanleitung sehr gut erklärt. Irritierend sind die angegebenen jeweiligen Ladezeiten und Akkulaufzeiten von Clip und Empfängerstation. Der Clip hält nach Angaben mit 30 Stunden doppelt so lang wie die Empfängerstation. Die Empfehlung in der Anleitung: Babyphon vor jeder Benutzung komplett aufladen. Auch wird von der Station immer ein Status des Clips angezeigt. Dieser zeigt aber oft trotz hohem Ladestatus an, dass der Clip nicht die Nacht durchhalten wird. In der App wird dies präziser (in %) angezeigt.
Das ist das Schöne: für alle Smartphone-User gibt es eine App, die Zugriff zum Clip erlaubt. So muss nicht immer die recht große Empfängerstation unterwegs mitgenommen werden (allerdings wird der Akku vom Clip nur über diese aufgeladen). Um eine Verbindung herzustellen, gibt es einen PIN-Code, der der Schachtel beiliegt. Die App ist wirklich sehr übersichtlich, benutzerfreundlich und von allein sofort zu verstehen. Der PIN wird nur einmal eingegeben, sodass man ihn sich nicht merken muss. Zwecks Einstellungen gibt es einen Unterschied zur Station, denn in der App kann zusätzlich die Sensibilität eingestellt werden. Diese wird dann auch für die Station gespeichert. Neben Bewegungs- und Positionserkennung gefällt uns die zusätzliche Babyphonfunktion allgemein ganz gut, doch die Signale kommen bei der Empfängerstation mit starker Zeitverzögerung an. Genauso lässt der Klang ganz schön zu wünschen übrig. Es klingt völlig verfremdet und bei extremen Schreien eher weniger schlimm. Die angegebene Reichweite von bis zu 100 m haben wir noch nicht überprüft. Doch dickere Wände/Decken (bei uns recht altes Haus) können sich auch schon negativ auf den Empfang auswirken. Fazit: Wir nutzen hauptsächlich die reine Funktion des Babyphons (andere Funktionen abschaltbar und der Clip muss nicht zwingend am Kind befestigt sein), da wir noch nicht ganz von dem Halt des Clips überzeugt sind. Selbst, wenn es von uns ein Anwendungsfehler ist, dann müssen wir wohl in der eigentlich einfachen Beschreibung etwas falsch verstanden haben.
Zusätzlich empfinden wir den Clip als „Kleinteil“ fürs Baby. Auf dem Rücken ist dies vielleicht noch ok, außer er fällt ab. Aber am Bauch fangen Kinder nach dem Aufwachen damit an zu spielen, sofern sich kein weiteres Kleidungsstück darüber befindet. Das Preis-Leistung-Qualität-Verhältnis ist unserer Meinung nach sehr schlecht. Für den Preis sollte man noch eine zusätzliche Videoüberwachung mitliefern oder eine Rücksprechfunktion einbauen. Der Dreamguard ist sehr innovativ, aber noch nicht ausgereift.

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1 Kommentar
2019-09-10T06:52:47Z
  • Dienstag, 10.09.2019 um 08:52 Uhr
Korrektur: Die Drehung auf den Rücken bei Bauchschläfern ist eher unbequem, wenn der Clip auf dem "RÜCKEN" angebracht ist.

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