Unsere Webseite verwendet Cookies. Wenn Du auf unserer Webseite weitersurfst, stimmst Du dieser Verwendung zu.   Mehr erfahren...
Zustimmen
Tipps vom Physiocoach Meike

HANDLING: Wieviel Reize darf ich meinem Baby zumuten?

Diese Frage beschäftigt viele Eltern! Fakt ist, dass die Sinne deines Kindes vom ersten Moment an auf Empfang gestellt sind und dass du mit jedem Handgriff und mit deiner Ansprache deinem Kind Signale sendest. Zahlreiche optische und akustische Reize, sowie Reize aus normalen Alltagssituationen werden im Gehirn verarbeitet und dauerhaft gespeichert! Nie wieder im Leben eines Menschen verknüpft das Gehirn so schnell erhaltene Informationen miteinander wie im ersten Lebensjahr!
  • Analysiere in Ruhe eure Situation zu Hause und euren Tagesablauf. Euer Baby gehört von nun an genau „in diese Mitte“ des familiären Geschehens. Babys und kleine Kinder lieben es nicht alleine zu sein, eure Anwesenheit zu spüren, deine Bewegungen (z.B. auf dem Arm / in einer Trage…), eure Stimmen, all die gewöhnlichen Geräusche, etc. .
  • Ein vertrautes Umfeld schenkt eurem Baby Geborgenheit und ihr wiederum seid beruhigt, wenn es in eurer Nähe behütet ist!
  • Sei dir bewusst, dass dein Baby langsam an all die Eindrücke herangeführt werden sollte, denn nur so klappt eine „harmonische Reizverarbeitung“ nachhaltig für sein ganze Leben. Dein Baby lernt von dir/ in eurer Familie Sicherheit und baut so eine lebenswichtige Bindung auf!!
  • Versuche Rituale im Alltag einzuführen! Alles im „Handling“ – vom Hochnehmen aus dem Bettchen bis zum Ablegen zum nächtlichen Schlaf – sollte immer wieder klar und nachvollziehbar für dein Kleines sein. Gerade für den Tag-/Nacht-Schlafryhthmus ist es wichtig, wie du die Atmosphäre/ die Umgebung gestaltest.

Gut zu wissen!:
Die Reizverarbeitung im Gehirn bei einem Neugeborenen lässt nur soviel Eindrücke zu, wie es auch verkraften kann. Wird es deinem Baby zu viel, wird es müde und „entschläft“ dem Trubel inmitten seiner ihm bekannten Umgebung.

Tragen  Kuscheln
  
Vorsicht!: Bei Kleinkindern klappt dies nicht mehr so leicht und Probleme in der Wahrnehmung (z.B. Unruhe, Unkonzentriertheit, kaum Fremdeln,…) können eine Folge sein.
Bei Schreibabys sollte man sehr sensibel sein und sich möglichst so wenig wie möglich in fremde, laute und unruhige Umgebungen begeben. Vielleicht besser mal einen Babysitter organisieren, wenn man Besorgungen in der Stadt erledigen muss? Auch das „Herumreichen“ eines sensiblen Kindes „von Arm zu Arm“ sollte kritisch hinterfragt werden!

bauchtrage  Familie

Tipps zur Reizreduzierung:
1. Vorsicht bei Reizüberflutung durch technischen Geräten, z.B. häufiger TV- und Radiokonsum
2. Zeitlassen die Familie/das Zuhause gemeinsam kennen zu lernen, d.h. Baby viel zu Hause betreuen (Vertrautheit schaffen) und möglichst immer räumliche Nähe/Körperkontakt halten
3. Wiege oder Bettchen anfangs zusätzlich mit einem dünnen Tuch abhängen (Reizabschirmung)
4. Tragen in einem Tuch oder in einer Trage (Trageberatung lohnt sich!) = intensiver Körperkontakt; !NIEMALS mit Blick in den Raum – zu viel optische Reize!
5. Rhythmisches Schaukeln, Hüpfen, Klopfen, Rollen im Handling sind das „A&O“!
z.B. Tragen und rhythmisch dabei gehen (Popoklopfer wirken beruhigend!), Tragen und selber auf dem Gymnastikball hüpfen oder Baby in einer Hängematte anschaukeln,…
Ein Kind kommt am meisten zur Ruhe und kann Reize gut verarbeiten, wenn sein „Tiefensinn“ angeregt wird. Überwiegend über Druck/Gehaltenwerden spürt es sich am besten und fühlt sich geborgen!!

Gerade zu diesem Thema hat jeder verständlicherweise seine eigene Meinung. Vertraue hier vor allem deinem Bauchgefühl!
Alles Gute, deine Meike

Hier geht es zu weiteren spannenden Themen:

Speichern Abbrechen
Hat Dir dieser Beitrag geholfen?
  • Ja
  • Nein
10 hilft diese Antwort
2 Kommentare
2018-08-23T10:36:23Z
  • Donnerstag, 23.08.2018 um 12:36 Uhr
Hallo, wie ist es denn mit dem "rumreichen" von Babies an Freunde und Bekannte, die danach fragen? Sind das auch zu viele Reize?
2018-08-23T13:22:04Z
  • Donnerstag, 23.08.2018 um 15:22 Uhr
Hallo Milla!


Jedes Kind ist anders! Dem einen macht es gar nichts aus und das andere ist sehr ruhebedürftig.

Ein Neugeborenes ist in der Wochenbettzeit erstmal mit "Ankommen" beschäftigt. Alles Existenzielle muss erstmal erlernt werden. Und da meinte ich, dass man sehr sensibel mit dem Herumreichen von einem zum nächsten (stolzen) Besucher sein sollte.

Vielleicht reicht auch erstmal das Bestaunen des süßen Babys auf Mamas Arm oder an der Brust. Andere, neue Gerüche und neue Situationen sind oft stressig für Neugeborene.

Je sensibler Eltern damit umgehen, desto leichter hat ein Neugeborenes seinen Start "in seinem Nest"!


Hör auf dein Bauchgefühl und versuche auf Signale deines Babys Acht zu geben. Vielleicht ist es deinem Babys auch angenehm und schläft auf Omas Arm ein!? 


Alles Gute für euch, Meike

Dateianhänge
    😄