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Tipps vom Hebammennetzwerk

Erstausstattungsliste - Zur Vorbereitung auf das Baby

Immer wieder werden wir Hebammen gefragt, was man auf jeden Fall nach der Geburt zu Hause haben sollte.

Wir empfehlen:
1.  Bodys:
  • 10 Stück in Größe 50-56
Geeignet sind Bodys aus Baumwolle, die leicht an- und auszuziehen sind.

2. Strampler/Jäckchen/Hosen:
  • je 10 Stück, auch in Größe 50-56
Am besten aus Naturstoffen wie Wolle oder Baumwolle, je nach Witterung.

3. Mützchen
Drei dünne Mützchen in kleiner Größe (34/35) reichen aus, falls mal eine schmutzig wird. Mützen sind besonders nach der Geburt wichtig, um das Baby vor Luftzug zu schützen. Und auch im Sommer ist es wichtig, das Baby mit einer Mütze vor Wind zu schützen.

Diese Größen sind ein guter Kompromiss, weil man ja nicht genau weiß, wie groß das Baby nun tatsächlich nach der Geburt ist. Aus der Erfahrung gesprochen kann man noch so oft Ultraschall machen, man kann das Kind einfach nicht genau ausmessen.

Sollte das Baby dann unerwartet doch viel kleiner/größer sein, kann man den eigenen Partner, eine gute Freundin oder frischgebackene Großeltern immer noch schnell losschicken, um die passende Größe zu kaufen.

Babys wachsen in den ersten Monaten immer wieder in Schüben. Vielleicht schon nach 4-6 Wochen wirst Du merken, dass die nächste Größe gebraucht wird. Daher nicht zu viel pro Größe kaufen, und lieber noch etwas dazu kaufen, falls man merkt, man ist nur am Kleidung wechseln und waschen.

Es empfiehlt sich, den Body nicht jeden Tag zu wechseln. So wird der Säureschutzmantel der Babyhaut geschont.
Bei Verschmutzung wie z.B. Windelinhalt oder gespuckte Milch muss natürlich gewechselt werden.

Neue Baby-Kleidungsstücke sollten vor Gebrauch bitte gründlich durchgewaschen und durchgespült werden, um Schadstoffrückstände aus der Produktion zu entfernen.

4. Einschlagtuch/Decke luftdurchlässig aus Naturstoffen
Im Bauch fühlt das Baby maximale Enge. Kein Wunder, dass Babys nach der Geburt oft „grundlos“ unruhig sind und die Eltern nicht wissen was es hat.
Versuch mal, Dein Kind in eine Decke einzupucken. Das gibt dem Kind etwas von der Enge zurück, die es sein ganzes bisheriges Leben gekannt hat. Wie das Einpucken geht, kann Dir Deine betreuende Hebamme zeigen. Noch schöner ist es, wenn die Decke nach Mama riecht.

5. Maxi Cosi / Babyschale für Autofahrten

Spätestens wenn Dein Partner Dich und das Baby vom Krankenhaus abholt, wird von der Babyschale gesprochen. Das ist ein Kindersitz für Babys. Diese Babyschalen gibt es von verschiedenen Marken und in verschiedenen Ausführungen. Aber sie alle erfüllen nur einen Zweck: die Transportsicherheit des Babys im Straßenverkehr zu gewährleisten.

Bei jedem Transport mit dem Auto muss der Säugling in der Babyschale liegen.
Nimm Dein Kind auch umgehend wieder raus, wenn Du am Ziel angekommen bist, oder mach regelmäßige Pausen. Die Babyschale ist nicht für den langen Transport gedacht, weil es zu Wirbelsäulenproblemen des Kindes kommen kann und so das Kind in der Motorik beeinträchtigt werden könnte.

6. ca. 5 Spuckwindeln
Gut geeignet sind sie aus Baumwolle, da diese gut saugfähig ist.

Mein Insider-Tipp: die mit Muttermilch benetzte Spuckwindel kann beim Baden ums Baby herum gewickelt werden. Dies gibt dem Kind zum einen Halt durch flexible Begrenzung und es fühlt sich von Anfang an wohl im Wasser, und zum andern wirkt die Muttermilch wie ein Badezusatz und pflegt Babys Haut.

7. Windeln Größe 1 (3-5 kg)
Anfangs reichen erstmal 2 Packungen für ein paar Tage. Pro Tag verbracht das Baby ca. 8-10 Stück. In den ersten Tagen eher mehr, da noch öfter gewickelt wird. Welche Marke dafür am besten geeignet ist, ist Geschmacksache und „Ausscheidungssache“, da sich aus der Erfahrung jede Windel bei jedem Kind anders verhält.

8. Babys sollen im Schlafsack schlafen
Das dient der Vorbeugung des plötzlichen Kindstods und hält das Neugeborene besser warm als eine Decke. Der Schlafsack sollte die passende Größe haben, damit er nicht weggestrampelt werden kann.
Schlafsäcke gibt es in verschiedenen Materialien. Welchen Du auswählst, ist Geschmacks-, Erfahrungs- und Budget-Sache.

9. Wickeltisch bzw. Wickeleinheit
Manche zukünftige Eltern kaufen sich eine Kommode mit Wickelauflage, in der Babywäsche, Windeln und Babyutensilien gut verstaut und schnell griffbereit sind.
Andere nutzen die Waschmaschine im Bad und basteln sich eine Vorrichtung dafür. Wer wenig Platz hat, kann sich auch einen Wickelaufsatz für die Badewanne besorgen. Für kleinere Zimmer gibt es auch Wandwickeltische, die man nach dem Wickeln wieder zusammenklappen und gut verstecken kann. Wichtig ist dabei, beim Kauf auf ein rückenschonendes Modell zu achten. Schließlich steht man alle 2-3 Stunden am Wickeltisch.

Den Wickeltisch im Badezimmer zu haben ist sehr praktisch, da man immer warmes Wasser bereit hat und das Wasser (und die volle Windel) nicht durch die Wohnung getragen werden muss.

10. Babybett
Die Empfehlung ist: das Kind soll allein in seinem Bett schlafen, auf dem Rücken liegend und ohne Kuscheltiere oder Schmusetücher drum herum. Auch kein Nestchen (Vorhänge). Dies dienst der Vorbeugung des plötzlichen Kindstods.
Das kann ein sog. Beistellbettchen sein (angrenzend an Mutters Bett, sehr geeignet für stillende Mütter), oder ein Gitterbett (70x140 cm), bei dem man die Höhe der Matratze verstellen kann, sodass man sich beim Rausheben des Kindes nicht immer so tief bücken muss. Es kommt darauf an, wieviel Platz im Schlafzimmer der Eltern ist, und ob die Eltern das Kind überhaupt bei sich im Zimmer haben wollen.

Deine Hebamme Melanie

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1 Kommentar
2018-08-27T10:47:58Z
  • Montag, 27.08.2018 um 12:47 Uhr
Mein Sohn ist ein großer Spucker. Deshalb kann ich nur empfehlen, sich evtl. mehr von den Spuckwindeln anzuschaffen

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    😄