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Hebamme Lioba

Effektiveres Abpumpen von Muttermilch



  • Manchmal kommen stillende Mütter in die Situation Muttermilch für das Kind gewinnen zu wollen, um in Zeiträumen von Abwesenheit dem Kind dennoch Muttermilch zur Verfügung zu stellen. Auch wenn man Milch per Hand gewinnen kann, möchten viele Mütter dies trotzdem mit Hilfe einer Milchpumpe tun.
  • Dennoch begegnen manche Frauen der Milchpumpe mit einer gewissen Skepsis oder fühlen sich unter Leistungsdruck eine bestimmte Milchmenge zu erreichen, sind unter Zeitdruck, voller innerlicher Unruhe oder sie haben sogar ein Gefühl von starker Abneigung gegenüber der Pumpe. Einige Stillende fühlen sich sogar an das Melken einer Milchkuh erinnert. Keine idealen Bedingungen um zu entspannen.  Entspannung ist jedoch für die Ausschüttung größerer Milchmengen unbedingt notwendig. 
  • Damit die Milch überhaupt aus der Brust austreten kann, benötigt die Frau einen so genannten Milchspende-Reflex oder auch Milchloslass-Reflex. Erst wenn bestimmte Signale vorliegen, wird dieser Reflex ausgelöst.
  • Man muss sich das so vorstellen: In der Brust sind Milchbläschen vorhanden in denen die Milch gebildet wird. Man kann sie sich ähnlich vorstellen wie Weintrauben an einer Rebe. Um jede dieser Weintrauben befindet sich ein Geflecht aus Muskelfasern. Erst durch das Auslösen des Milchloslass-Reflexes ziehen sich diese Muskelfasern zusammen.
  • Dieser Reflex wird am allerbesten ausgelöst, wenn ein Kind an der Brust gestillt wird. Wenn es also an der Brust saugt, führt dies dazu, dass der Milchloslass-Reflex doppelt so schnell ausgelöst wird als wenn ausschließlich eine Pumpe benutzt wird. 
  • Machen wir uns den Effekt des besseren Milchloslass-Reflexes beim Stillen doch zu Nutze:
  1. Man benötigt eine Milchpumpe (Handpumpe oder elektrische Pumpe), ein Stillkissen und ggf. geeignete Stillkleidung so wie ein trinkmotiviertes Stillkind.
  2. Dann bettet man das Kind im Rückenhandgriff mit dem Mund auf Höhe der Brustwarze und unterpolstert das Kind, sodass es vom Stillkissen getragen wird.
  3. Anschließend legt man beide Brüste frei und unterstützt das Kind sich an die Brust anzudocken.
  4. Nun kann man mit Hilfe der Pumpe an der noch freien Brust Milch abpumpen, während das Kind zeitgleich trinkt.
  5. Neben dem ohnehin gegebene geruchlichen Wahrnehmung des Kindes, dem Hautkontakt und den akustischen Reize die vom Kind ausgehen, kann ich den Effekt noch zusätzlich unterstützen, indem ich das Kind währenddessen ausgiebig betrachte und es liebevoll streichle.
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1 Kommentar
2018-08-15T08:33:08Z
  • Mittwoch, 15.08.2018 um 10:33 Uhr
Danke für den Artikel und das Video! Bisher konnte ich mir das noch gar nicht vorstellen wie das mit dem Abpumpen funktionieren soll. Wir erwarten im November unser erstes Kind und ich habe vor, es voll zu stillen

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    😄