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Tipps vom Hebammennetzwerk

Rückbildung nach der Geburt

Die Pflege und das Training des Beckenbodens nach der Geburt sind sehr wichtig. Als Hebamme und somit Expertin für die Beckenboden- und Rückbildungsgymnastik kann ich nur raten, den Beckenboden - vor allem nach der Geburt eines Kindes, egal ob vaginal oder per Kaiserschnitt - ein Leben lang zu trainieren. Eine Frau zu überzeugen, ihren Beckenboden zu trainieren, fällt mir mit ein, zwei Argumenten sehr leicht. Und die Beckenbodenübungen zu Hause oder in einem Rückbildungskurs finden seit Jahren große Resonanz.

Beckenbodentraining hilft, nach Schwangerschaft und Geburt ein gutes Körpergefühl zu erlangen und wieder "fit für den Alltag" zu werden. Außerdem bewahrt ein starker Beckenboden den Körper vor langfristigen, negativen Folgeerscheinungen wie: Senkung der inneren Organe, Harn- und Stuhlinkontinenz, Kreislaufprobleme, Becken- und Wirbelsäulenfehlhaltungen und chronischen Rückenschmerzen. Viele können es nicht abwarten, damit so schnell wie möglich zu starten. Ich empfehle, direkt in den ersten Tagen nach der Geburt mit leichten Übungen, die man ganz gut im Sitzen beim Stillen oder Füttern des Kindes machen kann, anzufangen. Mit jeder Woche wird eine Übung dazu genommen, die wiederum in den Mütteralltag integrierbar ist und die Beckenbodenmuskulatur weiter stärkt. Natürlich dürfen auch wichtige Informationen zur richtigen Körperhaltung im Alltag nicht fehlen. Wenn die Frauen, die ich nach der Geburt begleite, meinen Anweisungen zu Hause befolgt haben, dürfen sie mit einem Rückbildungskurs ca. ab dem Zeitpunkt, wenn der Wochenfluss versiegt ist, beginnen.

Die Kosten für einen Rückbildungsgymanstikkurs werden von einer gesetzlichen Krankenkasse für 10 Stunden (je 60 Min.) übernommen. In meiner Hebammenberatungstätigkeit biete ich natürlich auch Alternativen zu Übungen an. Dazu erwähne ich auch verschiedene Beckenbodentraininghilfen z.B. Vaginalkonen oder Liebeskugeln.

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3 Kommentare
2018-08-14T09:14:32Z
  • Dienstag, 14.08.2018 um 11:14 Uhr
Muss ich nach einem Kaiserschnitt auch intensiv Beckenbodentraining machen? Der Beckenboden ist doch gar nicht so belastet, wie bei einer natürlichen Geburt, oder?
2018-08-17T14:44:21Z
  • Freitag, 17.08.2018 um 16:44 Uhr

Liebe MillaMama,



Deine Frage ist berechtigt. Leider ist in der Gesellschaft die
fälschliche Meinung festgefahren, dass ein Kaiserschnitt schonend
für den Beckenboden sei. Das ist definitiv nicht so. Auch wenn das
Kind bei einem Kaiserschnitt nicht den natürlichen Weg durchs
Becken nimmt, ist es trotzdem wichtig, die Beckenbodenmuskulatur
zu trainieren.


Zu einem wird der Beckenboden durch hormonelle
Auflockerung und Gewichtszunahme der Mutter in der Schwangerschaft
stark belastet (wachsende Gebärmutter, das Fruchtwasser, das Kind
und die Plazenta lasten mehrere Wochen auf dem Beckenboden). Zum
anderen in Bezug auf die Anatomie unseres Körpers: Bauch-, Rücken-
und Beckenbodenmuskeln halten ein Gleichgewicht. Bei einem
Kaiserschnitt werden die Bauchmuskeln durchtrennt und entkräftigt.
Somit geht die Belastung auf Rücken- und Beckenbodenmuskeln über.


Da der Beckenboden nach einer Schwangerschaft und Geburt jeglicher
Art nicht so stark ist und das einseitige Tragen des Kindes im
Wochenbett noch dazu kommt, leiden viele Wöchnerinnen an
Rückenproblemen. Die ersten Rückenschmerzen im Wochenbett sind
meistens ein Alarmzeichen für einen schwachen Beckenboden.


Häufig
kann man schon mit ein paar leichten Übungen zur Stärkung des
Beckenbodens beitragen und eine gute Linderung erreichen. Unter
diesem Link
https://community.babyone.de/categories/pflege-ernaehrung/article/dein-beckenboden-trainingsplan
findest Du eine Übungsanleitung. Auch Deine Hebamme kann Dir
einige Übungen zeigen, die Du in den Alltag integrieren kannst und
schon vor einem Rückbildungsgymnastikkurs damit starten.



Hebamme Julia

2018-08-21T06:57:35Z
  • Dienstag, 21.08.2018 um 08:57 Uhr
Ach, das wusste ich tatsächlich noch nicht! Vielen dank für diese ausführliche Beratung!💙

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    😄