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Tipps vom Physiocoach Meike

Wissenswertes über Schreikinder

Babys schreien nicht ohne Grund! Der eine Säugling schreit mehr, der andere weniger! Innerhalb der ersten drei Monate steigert sich das Schreiverhalten. Im Durchschnitt schreien gesunde Kinder ca. in der 6. Lebenswoche 2 Stunden pro Tag.

Von einem „Schreibaby“ (ca. 15% aller Babys sind betroffen) spricht man erst, wenn es länger als 3 Stunden pro Tag (an mindestens drei Tagen /Woche) über 3 Wochen lang übermäßig schreit!
Früher wurden häufig Bauchschmerzen als Ursache vermutet. Daher kam es auch zu der Bezeichnung „Dreimonatskoliken“. Es ist aber anzunehmen, dass diese Blähungen eher eine Folge des Schreiens und weniger seine Ursache sind.
Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass das Schreien dieser Babys ein Ausdruck einer erschwerten Anpassung an die Welt außerhalb des Mutterleibs ist.

Kurz gesagt ist also „diese Unreife“ des Säuglings, vor allem die des Verdauungstraktes, der Grund des Problems.
Diese Kinder haben Anpassungsschwierigkeiten an einen Wach-Schlaf-Rhythmus, bei der allgemeinen Reizverarbeitung (sind hochsensibel) und können nicht selbstständig zur Ruhe kommen!

Anzeichen sind:

• häufig übermäßiges, plötzliches Schreien meist in den Abendstunden
• das Baby hat einen harten Bauch und angezogene Beine
• es lässt sich beim Schreien kaum beruhigen, wirkt dabei gestresst und müde
• in ruhigen, wachen Momenten wirkt es wieder glücklich und aufgeweckt, etc. …

Wichtig zu wissen für die ebenfalls gestressten Familienmitglieder:

Es braucht eure Unterstützung! Es will auf keinen Fall ärgern oder tyrannisieren.
Entspannte und einfühlsame Eltern sind hier wichtig, die sich auch Ruhephasen gönnen und sich abwechseln bei der Betreuung, um wieder Kraft schöpfen zu können!

Wie kannst du deinem Kind helfen?

• Sei viel mit deinen Kind zusammen. Es versteht noch nicht, dass du nur kurz wegbleibst. Babys haben eine sog. Körperkontaktverlustangst. Sie wollen daher gerne beruhigend geschmust oder getragen werden. Das ist anstrengend für dich, aber sicherlich zum Wohle deines Kindes machbar!
• Lasse es bei euch schlafen, damit ihr euch schneller findet. Es ist erwiesen, dass dein Baby in deiner Nähe tiefer schläft und besser zur Ruhe kommen kann.
• Nehme dein Baby nicht sofort bei jedem Schreistoß hoch. Wenn es dich in der Nähe weiß, soll es sich ja selber beruhigen lernen. Wird das Schreien heftiger, so nehme es immer (Tag und Nacht!!) hoch, damit es schnell wieder zur Ruhe finden kann und wenig Streßhormone seine Entwicklung eventuell hemmen können.
• Eine wohltuende Babymassage, bzw. spezielle Darmmassage für Schreikinder fördert die Verdauung und lindert die schmerzhaften Krämpfe. Babys lieben auch ein wohltuendes, wärmendes Bad.
• Eine Trageberatung ist immer sinnvoll. Getragene Kinder sind ruhiger, kommen leichter in den Schlaf und erlernen besser die Umweltreize zu verarbeiten. Ihr lernt euch auch leichter kennen und verstehen!!
• Biete deinem Baby einen konstanten Tagesrhythmus. So kann es sich leichter an eure Lebensbedingungen/ Rituale anpassen.
• In den Wachphasen solltest du dich mit deinem Baby aktiv beschäftigen (s.Spielempfehlungen für die ersten 6 Lebensmonate). Eine positive Grundstimmung durch Bewegungsfreude gemeinsam erfahren und dabei entspannen.
Zum Beispiel lagere es in der Rückenlage mit einer kleinen gerollten Decke unter dem Popo. So kann es die Beine besser anhocken und strampelt vergnügt die Bauchschmerzen weg.


In der Bauchlage lege die kleine gerollte Decke unter den Bauch, damit die physiologische Beugehaltung der Hüfte hier auch wohltuend wirken kann.



• Bleibe stets im Gespräch mit eurem Kinderarzt und eurer Hebamme zu diesem Thema. Sie kennen „euch als Team“ und können individuell gute Ratschläge geben!

Hier noch hilfreiche Infos:

Interaktives Netzwerk Schreibabys: www.trostreich.de
Verzeichnis von Erziehungs-und Familienberatungsstellen: www.bke.de
Nummer gegen Kummer – das Elterntelefon (kostenfrei): 0800-1110550
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1 Kommentar
2018-05-15T10:11:30Z
  • Dienstag, 15.05.2018 um 12:11 Uhr
Danke für die Links. 

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    😄