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Tipps vom Physiocoach Meike

Wieviel Aktivity-Spielzeug ist für die Entwicklung meines Babys gut?

Schon ab der Geburt eines Kindes sammeln sich zahlreiche Spielsachen und Spielgeräte im ganzen Haushalt an. Hier entscheiden die Erwachsenen über das Spielangebot! Man kann sein Baby schlecht fragen was ihr oder ihm gefällt. Anhand des Verhaltens und der Ausdauer im Spiel, kann man durchaus später Rückschlüsse auf das Interesse und den Spaßfaktor des Kindes schließen.

Vor allem sollte das sorgfältig ausgewählte Spielzeug altersgerecht und handlich sein und die Bewegungsfreude in der jeweiligen Ausgangslage je nach motorischen Entwicklungsstand aktivieren (s. dazu Expertenrat: Kinder lernen spielend).

Anfangs braucht ein Baby existenziell „nur“ seine Mama und natürlich die Familie. Es lernt täglich dazu und beobachtet Handlungen und Bewegungen im Miteinander. Bald schon „zentriert sich ein Kind auf sich“ und die Händchen und das Mündchen (alles wird zum Mund geführt) erforschen zunehmend die „neue Welt“. Der ganze Körper von Kopf bis Fuß wird zunehmend aktiver! Es lernt sich zu spüren, sich zu verlagern (Gleichgewicht) und in Bewegung seine Körpermitte koordiniert zu erlangen.

Sobald dann die Kleinen mit ihrer Sinneswahrnehmung (vor allem über Augen und Ohren) reifer werden und mit ca. 3-4 Lebenswochen schon Gegenstände im Abstand von 30 – 40 cm fixiert werden können, bieten viele Eltern ihrem Baby recht schnell ein sogenanntes „Aktivity-Spielzeug“ an.

Siehe hierzu diese Fotos:

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Bilde dir hier eine eigene Meinung!
Manche Eltern halten aktivierendes Spielzeug im frühen Babyalter für überflüssig und störend, weil das Baby damit kein Körperbewusstsein und keine Wahrnehmung seiner normalen Umgebung entwickeln kann. 

Andere Eltern halten aktivierendes Spielzeug für notwendig, um Aktivitäten und das Reaktionsvermögen des Babys so früh wie möglich zu fördern. 

Die Frage bleibt: Brauchen Babys schon früh in der (einzigen Ausgangsposition) Rückenlage „Bespaßung und Beschäftigung“?!

Grundsätzlich gilt:
Spielzeug ist förderlich und gut, solange dein Baby nicht von seiner eigenen Körperentdeckung und -erfahrung abgelenkt wird. Dein Baby sollte seinen Körper erstmal in Ruhe kennenlernen dürfen. Es sollte mit seinen Sinnen langsam in Bewegung kommen, und möglichst mit wenig Ablenkung den weiteren motorischen Weg selbstständig erarbeiten dürfen.

Aktivity-Spielsachen solltest du daher zu Anfang nur dosiert und kurzfristig anbieten, um die Sinne deines Babys für das Lernen des Wesentlichen zu schonen.

Viele Kinder reagieren „sehr rappelig“ auf quietschendes, klapperndes Spielzeug.Sehr früh angebotene optische Reize können auch schnell zu einer Reizüberflutung führen. Es gibt bereits die Bezeichnung „Augenkinder“. Babys, die nur mit den Augen ein Spielobjekt fixieren und das Spielzeug koordinativ noch nicht ergreifen können, reagieren oft hektisch, werden unruhig und machen sich häufig im Körper steif. Ihre Antwort auf Unbehagen und Hilflosigkeit.

Mein Tipp an dich:
>Bitte versetze dich in die Lage deines Babys! „Wackelnde Objekte im Sichtfeld“?

Bei Autofahrten oder Spaziergängen mit dem Kinderwagen sollte kein Aktivity-Spielzeug im Sichtbereich hängen! Das Gleichgewichtssystem wird hier „doppelt“ gestresst, weil sich sowohl der Untergrund bewegt, als auch das mit den Augen fixierte Spielobjekt. Den Kindern wird oft (ohne das man es mitbekommt) übel, verständlicherweise!!! Fixiere lieber an der Seite ein Spielzeug an einer kurzen Kette, welches es sich nehmen und wieder außer Acht lassen kann. So entscheidet es selber, ob es spielen möchte oder sich anders beschäftigen möchte.

Beim „Aktivity-Center“ auf der Krabbeldecke oder im Laufstahl (darüber gespannt) achte bitte darauf, dass ein Teil des Spielzeuges auch greifbar ist. Eventuell kannst du hier selber kreativ werden beim Anbringen, was deinem Kind beim Greifen Freude bereiten würde. Bitte Sicherheitsregeln beachten (Verschluckungsgefahr)! Lege bitte das Köpfchen etwas höher, damit es im Raum mehr sehen und somit auch leichter einen Blickwinkel zu den Seiten bekommen kann. Auch gelingt das koordinative Greifen und Strampeln in einer Beugehaltung leichter, als in der flachen Rückenlage!

„Manchmal ist weniger (und Ruhe) mehr“, eure Meike

Hier geht es zu passenden Themen:

Fördernde Spielideen für dein Baby im 2. Lebenshalbjahr (6.-12. Monat)

HANDLING: Wieviel Reize darf ich meinem Baby zumuten?

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4 Kommentare
2019-03-20T19:33:35Z
  • Mittwoch, 20.03.2019 um 20:33 Uhr
Wir hatten/hab ein Babygym aus Holz. War ein Geschenk von der Patentante zur Geburt, das wir uns selbst ausgesucht haben.
Um es "greifbar" zu machen haben wir Oball Linky Loops an den hängenden Elementen befestigt, sodass der Zwerg auch wirklich etwas in die Finger bekommen hat.
2019-03-22T10:16:20Z
  • Freitag, 22.03.2019 um 11:16 Uhr
In was für einer Wanne liegt denn das Kind auf dem Bild? So etwas habe ich noch nicht gesehen.
2019-03-22T12:06:49Z
  •  BabyOne Team
  • Freitag, 22.03.2019 um 13:06 Uhr
Hallo Midwife,

das ist eine Wickelunterlage von Leander, kannst du bei uns im Onlineshop anschauen.

Liebe Grüße
deine Maja
2019-03-25T09:48:38Z
  • Montag, 25.03.2019 um 10:48 Uhr
Wir haben von dem Spielebogen erst einmal das meiste abgebaut. Wir haben uns mal selbst drunter gelegt, das kann ich allen nur raten. Zu viel baumelnde Dinger vor der Nase machen einen ganz verrückt. Und die Kleinen können da ja noch nicht alleine weg!

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