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Tipps vom Physiocoach Meike

Wann kann mein Baby sich drehen und wie kann ich es dabei unterstützen?

Das Drehen ist einer der wichtigsten Meilensteine, die Kinder im Laufe ihrer motorischen Entwicklung erreichen. Es ist die erste Bewegungsfolge seine Lage/ Ausgangsposition selbstständig zu verändern – die Entdeckung der Fortbewegung. Doch hier gibt es große, motorische Qualitätsunterschiede beim Drehvorgang!

Wie schon in vorherigen Expertenrat-Beiträgen von mir beschrieben, kommt es auch hier nicht darauf an, das Drehen möglichst schnell zu schaffen! Aufmerksame Eltern sollten stets auf die Qualität der Drehbewegung achten! Denn das korrekte Drehen und eine dadurch gekräftigte Bauchmuskulatur sind die Voraussetzungen für eine lange Krabbelphase und eine schöne Körperaufrichtung.



Wichtig für dich zu wissen:
  • Das selbstständige, koordinative Drehen deines Babys bahnt sich von alleine an.Durch dein richtiges Hochnehmen und Umdrehen bei der Pflege und im Handling, wird dein Baby erste richtige Bewegungsimpulse zum Drehen erfahren können.
  • Dein Neugeborenes bewegt sich vorerst unkontrolliert aufgrund von Reflexsteuerungen – erst wenn die koordinativen Hirnleistungen und die Muskeln „fit“ genug sind, schafft es eine willkürliche, selbstständige Drehbewegung. Das braucht Zeit und Geduld!!
  • Frühzeitiges, plötzliches „Umplumpsen“ auf die Seiten passiert schon mal unkontrolliert bei Überstreckungstendenzen in der Wirbelsäule und bei starkem Strampeln mit Gleichgewichtsverlust aus der Rückenlage! Das ist noch kein Drehen!
  • Dein Baby braucht eine längere Phase vor allem in der Rückenlage sich selbst zu erspüren (Wahrnehmung Hand-Hand, Hände-Füße,...). Ebenso ein stabiles, ausdauerndes Bauchlagentraining für eine gute Stützaktivität (Unterarmstütz).
  • Erstes Drehen Beginn 5./6. Monat von Rückenlage in die Bauchlage!
  • Erstes Zurückdrehen von Bauchlage auf den Rücken meist ca. zwei Wochen später

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Und so funktioniert das Drehen:
Dein Baby hat nun sein Gleichgewicht in der Rückenlage durch kraftvolles Strampeln und spielerischem Erforschen seiner Füßchen trainiert. Mit den Händchen wird das Spielzeug untersucht und nun gelingt auch die Voraussetzung für das Drehen: Das Greifen über die Körpermittellinie!

Hier findest du tolles Spielzeug, um dein Baby für das Drehen zu motivieren.

Motivierst du dein Baby mit seinem Händchen über die Mittellinie nach vorne/unten (zur Hüfte der zu drehenden Seite) ein interessantes Spielzeug zu greifen, so wird der Drehvorgang aktiv ausgelöst. Dabei hebt dein Baby den Kopf von der Unterlage ab (obere Seite wird kurz), beugt seinen kompletten Rumpf samt angehockten Beinchen an, dreht über die gewünschte (langwerdende) Seite und gelangt von dort mit einer Art Schrittstellung in die Bauchlage. Dort wird es seine neue Spielausgangslage im Stütz finden!

Dieser Drehvorgang ist koordinativ sehr schwierig! Es gibt immer wieder Kinder, die sehr früh drehen, aber dies leider mit Überstreckung der Wirbelsäule (Kopf!) ohne Bauchmuskulatur machen! Auch der später-folgende Rückweg von der Bauchlage zurück auf den Rücken bedarf einer guten Rumpfstabilität über die Bauchspannung.

Erst wenn der Drehprozess bewusst unterbrochen werden kann, z.B. kurze Spielphase auf der Seite und dann weiter in die Drehbewegung, sprechen wir vom „korrekten Drehen“.

Hier geht es zu meiner Videoanleitung mit Tipps zum Thema: „Spielerisch Drehen lernen“!


Hier geht es zu passenden Themen:
HANDLING: Aktivierende Bewegungsimpulse für dein Kind beim An- und Ausziehen


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