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Tipps vom Physiocoach Meike

Wachstumsschübe im Babyalter

Die „individuelle Entwicklung“: Alles entsteht im Gehirn - im eigenen Lerntempo!


Von Geburt an entwickelt sich ein Kind durch Anregung von außen und reift heran. Die Gehirnzellen verbinden sich fortlaufend miteinander und diese Eindrücke werden umgehend vernetzt. Zum Glück ist das Gehirn eines Neugeborenen schon sehr schlau. Damit es nicht zu einer Überforderung all dieser neuen Reize kommt, gönnt sich ein kleines Baby seine vielen Ruhephasen durch ausreichend Schlaf (anfangs 16-18 Stunden). Nur so kann es die ständig einwirkenden, neuen Erlebnisse in Ruhe verarbeiten.




Jedes Kind entwickelt sich individuell in seinem Tempo – auch deines! Es wächst mal schneller, mal langsamer an Körperlänge/Körpergröße und nimmt unterschiedlich an Gewicht zu. Du kannst und wirst an deinem Kind bemerken, dass es verschiedene Entwicklungsphasen und Wachstumsschübe durchläuft!


Unter den sogenannten „Wachstumsschüben“ ist nicht das eigentliche Großwerden gemeint, sondern diese Schübe deuten auf „Entwicklungssprünge im Gehirn“ hin! 

Während eines Wachstumsschubs arbeitet das Nervensystem (schubweise!) auf Hochtouren. Dein Baby erlernt in solch einem Schub sehr rasch neue Fähigkeiten in der Wahrnehmung, lernt seinen Körper immer besser kennen, sich zu bewegen und zu kontrollieren. Diese „Programmierung“ in seinem Köpfchen funktioniert in den ersten zwei Lebensjahren so schnell wie nie wieder in seinem ganzen Leben!  

Diese sogenannten „Wachstumsschübe“ in der kindlichen Entwicklung verlaufen innerhalb der ersten 14 Monate in acht wichtigen Stufen ab. 

Die zeitliche Abfolge ist bei termingerechten Kindern ziemlich einheitlich zu beobachten, obwohl alle natürlich einzigartige Individuen sind! Entscheidend für einen Schub ist daher eher das natürliche Wachstum/ die Reife des kindlichen Gehirns, als der Zeitpunkt der Geburt. 

Bei Frühgeborenen oder bei übertragenen Kindern verschieben sich diese Phasen entsprechend nach vorne oder nach hinten – je nachdem.

Alle Schübe dauern ca. eine Woche (plus/ minus) an:

1. Wachstumsschub in der 5.Woche

2. Wachstumsschub in der 8. Woche

3. Wachstumsschub in der 12.Woche

4. Wachstumsschub in der 19. Woche

5. Wachstumsschub in der 26. Woche

6. Wachstumsschub in der 37. Woche

7. Wachstumsschub in der 47. Woche

8. Wachstumsschub in der 55. Woche

Das heißt: Ein „vier-Wochen-zu-früh-Geborenes“ hat den ersten Schub vermutlich in der neunten Lebenswoche; ein „eine-Woche-übertragenes-Neugeborenes“ kann den ersten Schub schon in der vierten Woche bekommen.


So bemerkst du einen Entwicklungsschub deines Kindes:

Anstrengende Phasen kennst du sicherlich schon von deinem Kind. Diese Schübe sind allerdings nicht nur für dich, sondern auch für dein Kind belastend: Immer wieder erscheint alles anders und neu für dein Kleines „auf diesem Planeten“ zu sein. 

Es ist nicht leicht, diese Schübe richtig zu deuten. Ist es kränklich oder doch nur launisch? So viele unterschiedliche Faktoren spielen dabei eine Rolle. Entwicklungsschübe werden nicht nur durch das Hirnwachstum beeinflusst, sondern können auch durch belastende Situationen, wie z. B. das Zahnen oder die Nahrungsumstellung, gestört werden. 

Deshalb solltest du eher auf die Anzeichen deines Kindes achten, als die Lebenswochen nachzurechnen (nur Richtlinien). Eine starke, empathische Bindung hilft euch dabei!

Es ist anhänglicher und auch unruhiger als sonst (plötzliche Schreiphasen).

Gewohnte Schlaf- und Essgewohnheiten können anders/gestört sein (schläft schlechter ein / mehr Aufwachphasen, hat meist mehr Appetit – häufigeres Anlegen wird eingefordert).

Es reagiert sensibler auf seine Umwelt (es fremdelt vielleicht, schnell reizbar).

Es sucht deine Nähe, ist weinerlich und will mehr getragen werden.

Deutliche Stimmungsschwankungen wahrnehmbar, usw.!


So kannst du diese „anstrengende Zeit“ entspannen:

Wenn du nun diese Schübe erkennst und zuordnen kannst, kannst du vielleicht leichter mit Verständnis agieren. Alle Babys machen diese anstrengenden Phasen durch. Die „pflegeleichteren“ vielleicht nicht ganz so extrem wie die „schwierigeren und temperamentvolleren“ Kleinen. Manch ein Baby braucht nun mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung als das andere. 




Höre auf dein Bauchgefühl! Es braucht jetzt „dein Mitgefühl“, deine Fürsorge und deine Ablenkung. 

Deine Hilfe und Vermittlung des Gefühls der Sicherheit ist nun hilfreich:

Schmusen, Wiegen, Tragen (Arm, Tuch, Trage) = viel Körperkontakt! Beugung!

Massage (hilft auch bei Wachstumsschmerzen der Knochen) und Bewegungsspiele (passives Bewegen der Arme, Beine, des Rumpfes in Beugung)

Gemeinsame Spielzeiten in Ruhe genießen (Spielzeugauswahl wichtig: gute, fördernde Reize – keine Reizüberflutung!!!)

Beruhigendes Zureden, vertraute Musik und Einschlafhilfen

Möglichst in dieser Zeit keine Fremdbetreuung annehmen – konstante Bezugspersonen geben mehr Halt (ähnlich wie beim Fremdeln)!

Daher raten auch Experten in der Zeit eines Wachstumsschubes den Alltag deutlich zu „entschleunigen“, weil ein Kind schon Enormes leistet und ständig mit Lernprozessen neuer Fähigkeiten und Fertigkeiten beschäftigt ist. Anschließend kommen ja wieder erholsame Wochen – vorausgesetzt, dein Kind ist gesund und munter 👍 !!! 


Alles Gute für diese (anstrengenden) Phasen, Meike 🙋


Buchtipp dazu: „Oje, ich wachse!“ (Mosaik Verlag)



Hier geht es zu passenden Themen:

Kinder lernen spielend

Kann ich das Entwicklungstempo meines Kindes beschleunigen?

Teil 1: Der tägliche Umgang mit dem Kind – „Das HANDLING“












 




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