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Tipps vom Physiocoach Meike

Spielideen für draußen: Ab an die frische Luft!

Fördernde Spielaktivitäten für dein Kind im Sommer


Ob Baby, Kleinkind oder schon größeres Kind: Draußen zu spielen – in der Natur, auf dem Spielplatz oder im eigenen Garten – ist ein Riesenspaß. Ein Aufenthalt im Freien bietet nicht nur frische Luft, sondern auch viele neue Perspektiven, interessante Geräusche und verschiedenste Gerüche für die Kleinsten. Das Gehirn eines Kindes verarbeitet nun permanent neue Sinneswahrnehmungen und eine besondere Bewegungsfreude ist gerade in den warmen Jahreszeiten nicht zu übersehen. Also ab nach draußen und neue Abenteuer erleben!


Tipp für Eltern in dieser prägenden „Experimentierzeit draußen“ :

Vertraue darauf, dass dein Kind sich selbst einschätzen kann. Sei zurückhaltend, aber stets wachsam bei deinem Kind. Wenn es Unterstützung einfordert oder es in Gefahr ist, sei bitte sofort zur Stelle. Gib ihm viel Zeit alles zu erforschen und auszuprobieren! So wird dein Kleines sich stets fit und sicher fühlen für weitere körperliche Anforderungen!

Draußen zu sein birgt aber auch viele Gefahren! Hier braucht es klare Regeln und eine Absprache, was dein Kind darf und was nicht (je nach Sprachverständnis).

Sonnenschutz und Kopfbedeckung sollten selbstverständlich sein!!!


CHRONOLOGISCHER SPIELVERLAUF eines Kindes im Freien (Spielbeispiele):

Vom gewöhnlichem Baby-Spielzeug zum Spiel mit Naturmaterialien 

(Wiese, Sand und Wasser):

(Vorsicht Verschluckungsgefahr! In diesem Alter kann manchmal schon ein Schnuller im Mund helfen!)

Schon die kleinsten Babys genießen es mit ihren kleinen, handlichen Spielsachen auf der Krabbeldecke zu liegen und dabei die Natur zu beobachten. Wie faszinierend allein schon bewegende Bäume und Sträucher sein können. Auf dem Bauch liegend können sie zum Beispiel das erste Mal die Wiese ertasten. Spannend! 

Sobald ein Kind gut sitzen kann (ca. 9./10. Lebensmonat) ist es Zeit für den Sandkasten. Das Rein- und wieder Herausklettern folgt als nächste Herausforderung und dein Baby meistert dies mit der Zeit auch immer besser. Im Sandkasten wird bald schon „gearbeitet“ wie auf einer Baustelle: 

Alltagsgetreue Sandspielzeuge regen zum Nachahmen an. Mit Förmchen werden Kuchen gebacken und vielleicht sogar ein Picknick mit Spielgeschirr vorbereitet. Dein Kind kann hier mit verschiedensten Behältern (vielfältige Eimergarnituren) eine gute Hände-Augen-Koordination trainieren und wird immer geschickter in seinen alltäglichen Handlungen. 

Auch spezielle Wasserspielzeuge ( Einfülltrichter, Wasserräder uvm. ) perfektionieren weiter diese Handfertigkeiten.

Tipp: Zu Anfang kann man seinem Kind eine kleine Waschschüssel mit kleinen Plastikobjekten hinstellen und damit spielen lassen (greifen – loslassen). Das Spiel mit einer Wasserbahn macht den meisten Kindern viel Freude und regt zum Konstruieren an. Ein weiterer Schritt ist das selbstständige Spiel mit Wasser in einem Planschbecken (bitte nur unter ständiger Beobachtung, bis das Kind schwimmen kann!!). 



Erste eigene Spaziergänge – das Laufenlernen:

Ab ca. 10 Monaten stellen sich einige Kinder schon auf ihre Füßchen. Sie üben Schritt für Schritt die Selbstständigkeit. Draußen können sie sich meist genauso gut überall festhalten wie in der Wohnung. Dein Kind übt nun sich alleine aufzurichten und hat Spaß am Fallenlassen und Aufheben von kleinen Spielobjekten. Es ist stolz nun selbst ein Läufer zu sein! Dies solltest du auch loben und immer längere Gehstrecken zusammen trainieren.

Werden die ersten Schritte selbstständig gemeistert, kann es auch draußen im Spiel eine Lauflernhilfe angeboten bekommen. Hier gibt es eine Fülle von Spiel-Schiebegeräten: Klassische Lauflernwagen, Schubkarren, Rasenmäher, Puppenwagen und Buggys, oder auch größere Spielautos / LKWs. 

Nun wird alles transportiert und geschoben. Das Laufen wird immer weiter perfektioniert und auch längere Spaziergänge über Stock und Stein werden kein Problem mehr für das Kleine sein. Für sicher laufende "Puppenmamas und Papas" gibt es sogar eine Puppentrage zum Mitnehmen auf den Spaziergang. So niedlich!



Jegliche Ballspiele beschäftigen nun das aktive Kleinkind:

Bälle sind für Kinder eigentlich in jedem Alter faszinierend und sind ein wichtiger Lern- und Spielgegenstand. Es gibt sie in unterschiedlichsten Formen, Farben und Materialien. Nach dem Erlernen der Greiffunktion (ca. in den ersten sechs Monaten) kommt dein Baby nun durch das Drehen-Lernen in die Bewegung. Spätestens ab dem Krabbelalter ist ein Ball ein großer Motivator! Wenn dein Kind nun ein „guter, sicherer Läufer“ geworden ist (mit ca. 15 – 20 Monaten), geht es nun vor allem draußen so richtig los mit dem aktivem Ballspiel, bzw. Fußballspiel. 

Als wenn es seine ganzen vielfältigen motorischen Fähigkeiten zeigen wollte, rennt es hinter jedem Ball her, versucht danach zu treten oder hebt ihn auf und wirft ihn wieder weg. Das Fangen klappt sehr lange noch nicht so gut. Erst lernt es den Ball vor dem Bauch mit beiden Händen zu fangen, bevor es frei mit beiden Händen fangen kann. Ein tolles Augen-Hände-Training, was sehr wichtig ist für das Schreiben- und Lesen-Lernen (gleicher Arbeitsabstand!). Das Gleichgewicht wird ebenfalls ständig gefordert. Es lernt beim Ballschießen sein Körpergewicht auf eine Seite zu verlagern und trainiert so eine gute Körperstabilität. Der Körper bewegt sich koordinativ auf die Lage des Balles zu und gleichzeitig kontrolliert es dabei ständig seine geforderte Muskelspannung! Ein eigenes Fußballtor im Garten zu haben ist daher sehr bewegungsanregend und ein Wunsch vieler Kinder! 


 

Bewegungsfördernde Spielgeräte im Garten werden zunehmend interessanter:

Dein Kleinkind lernt nun zu klettern, zu schaukeln oder auf etwas zu balancieren. Es versucht sich auf diversen Spielgeräten zu halten, sich zu bewegen und seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Je vielfältiger diese Gerätschaften sind, desto mehr wird seine körperliche Fitness und Körperbeherrschung gefordert. Euer Kind rutscht, wippt, hüpft, schaukelt, balanciert auf den Spielgeräten, die ihr anbietet. Hier gibt es auf dem Markt eine große Auswahl an förderlichen Spielgeräten. 

Tipp: Beobachte dein Kind draußen beim Spielen und Bewegen! Wobei bzw. womit hat dein Kind am meisten Spaß? Vielleicht tut es sich bei manchen motorischen Herausforderungen schwer? Welche neuen Anschaffungen von förderlichen Spielgeräten unterstützen zum jetzigen Zeitpunkt das motorische Lernen deines Kindes?  

Beispiele: Wenn einem Kind immer schlecht beim Autofahren wird, könnte man mit einer Schaukelvorrichtung (z.B. Nestschaukel) oder Hängematte sein Gleichgewicht langsam sensibilisieren. Wenn ein Kind eher eine „schwache Haltung“ hat, ist zum Beispiel ein sicheres Gartentrampolin, eine Wippe oder das Rody Hüpfpferdchen (ab 2 Jahren empfohlen) immer eine gute Trainingshilfe für das Erlernen einer besseren Körperspannung.



Die öffentlichen Spielplätze werden nun erobert:

Ein Spielplatz ist ein unentbehrlicher Ort für das intensive motorische und soziale Lernen draußen in der Natur. Bereits ab dem Krabbelalter kannst du deinem Kind zeigen, wie schön es ist, dort neue Spielerfahrungen zu sammeln. Krabbelnd durch den Sand wird es sich umschauen und sehr interessiert das Spiel der anderen beobachten. Spielende, ältere Kinder motivieren schnell mitzumachen und erste Spielkontakte/ Freundschaften werden geknüpft. 

Kinder finden im freien Spiel schnell zueinander. Sie lernen sich gegenseitig zu helfen, Spielzeuge auszutauschen und passen häufig sogar aufeinander auf (Sprachaustausch).

Tipp für dich auf dem Spielplatz: Erkundet erstmal  gemeinsam den Spielplatz. Wegen der Gefahrenlage der hohen und wackeligen Spielgeräte, sollte dein Kind klare Regeln von dir erfahren. Hebe es vorerst besser nicht auf die Spielgeräte, sondern lasse es seine eigenen Erkundungen (vom Boden aus stehend) machen. Gebe dann nur kleine Starthilfen! Auf Klettergerüsten darf es folgend nur so hoch steigen, wie es auch wieder alleine herunter kommen könnte! Bald schon wird es immer sicherer und du, als Mama oder Papa, bist bald schon entspannter bei dem Anblick einiger waghalsiger Momente auf dem Spielplatz 😄

Bei der Schaukel sollte es von Anfang an wissen, dass es unbedingt im großen Bogen um den Schaukelbereich gehen muss, um nicht von anderen schaukelnden Kindern getroffen zu werden. Einige Geräte sollten am Anfang auch tabu sein, wie z.B. das Drehkarusell, die schräge Drehscheibe, Hüpfmatten! Ältere Kinder bemerken im Spielrausch manchmal gar nicht die Kleinen.



Viel Spaß draußen mit eurem Kind! Genießt den schönen Sommer & die Urlaubszeit!

Meike 🙋



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