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Tipps vom Physiocoach Meike

Spielfahrzeuge – vom Rutschauto bis zum Fahrrad

Kinder lieben fahrbare Spielgeräte. Der Klassiker unter den Spielfahrzeugen, das Bobby Car, ist meist das erste Gefährt um das Fahren zu lernen. Kinder experimentieren gerne mit diesem tollen, roten Flitzer.

Festhalten, daran hochziehen, draufsteigen: Von nun an wird es rasant! Einziger Nachteil beim Bobby Car ist, dass die Kinder mit sehr innenrotierten Beinen und Füßen das Anschieben tätigen. Je öfter sie damit fahren, desto mehr kann dies negative Auswirkungen auf die Beinstatik haben. Größere Kinder schaffen es sogar sich im abwechselnden Ein-Bein-Kniestand flink voran anzustoßen. Die meisten Kinder jedoch nutzen das Bobby Car sehr vielfältig (auch mit Anhänger). Deshalb ist dieses Rutschauto eigentlich ein Muss für alle kleinen „Racker“. 


Natürlich ist das erste "Rutschen" nicht nur auf das Bobby Car beschränkt, auch große Bagger, Transporter und Traktoren eignen sich gut und werden diesbezüglich ebenfalls kreativ genutzt.

Das Dreirad: Jetzt wird in die Pedale getreten.

Ein Dreirad wird im Handel bereits ab dem 10. bis 15. Lebensmonat empfohlen. Jedoch sollte sich dein Kind mit diesem Gerät erst vertraut machen. Gerne lässt es sich zunächst mit einer Schiebestange anschieben. Die Koordination der Beine (Tretbewegungen) und der Arme (Lenkbewegungen) sind nicht ganz einfach und brauchen ihre Zeit! Zum Üben der Tretbewegungen kannst du den Pedalfreilauf kurz abschalten. Wenn du nun dein Kind vorsichtig schiebst, werden die Füßchen von den Pedalen mitbewegt. So bekommt dein Kind eine Vorstellung der schwierigen Tretbewegungen; denn das Treten ist koordinativ deutlich schwieriger als das Lenken! Ab ca. 3 Jahren klappt es dann bei vielen mit dem selbstständigen Dreiradfahren. 

Doch keine Sorge: Jedes gesunde Kind erlernt sowieso jedes Spielfahrzeug in seinem individuellem Lerntempo! 

Rasant unterwegs mit dem Laufrad.

Oft sieht man Kleinkinder mit einem Laufrad. Dieses kleine Fahrrad, ohne Pedale, wird nur mit den Füßen betrieben und wird vom Handel schon ab 2 Jahren empfohlen. Kinder sollten mit gutem Gleichgewicht sicher stehen und gehen können. Mit 2,5 Jahren klappt das bei den meisten Kids sehr gut. Vorsicht, denn diese Laufräder können sehr schnell und rasant gefahren werden – daher sind ein Schutzhelm und feste Schuhe notwendig! Wenn die Kinder Spaß an diesem Fahrzeug gefunden haben, lassen sie meist das (für die Motorik so förderliche) Dreirad lieber stehen. Beide Fahrzeuge gut zu beherrschen schafft allerdings die beste Voraussetzung für das spätere Fahrradfahren.

Mit dem Rolller das Gleichgewicht trainieren.

Das Fahren mit einem Roller ist eine tolle Alternative zum Laufrad und wird ab 2 Jahren empfohlen. Allerdings ist auch dieses Fahrzeug koordinativ nicht ganz einfach zu lernen. Hier braucht es eine gute Aufrichtung im Stand mit der notwendigen Balance. Meist hat man auch ein Lieblingsstandbein und das andere holt den Schwung (Spielbein).


Tipp: Achte bitte darauf, dass dein Kind auch hier seine Kräfte abwechselnd trainiert und leite es an, es auch mal mit dem anderen Bein zu versuchen. Dieses Rollerfahren wirkt sehr kräftigend und ist daher ein sinnvolles Spielgerät bis ins Schulalter hinein. 

Die Familien-Fahrradtour kann losgehen!

Das Fahrrad ist das koordinativ schwierigste Spielfahrzeug, welches ein Kind erlernen kann (Einrad-Fahren toppt dies natürlich noch. Es ist wahnsinnig effektiv für den Rumpf und die allgemeine Aufrichtung!). Einige Kinder tun sich auf einem Fahrrad sehr schwer! Denn das Gleichgewicht zu halten, gleichzeitig dabei zu lenken und zu treten, überfordert viele vorerst. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder nach dem ausgiebigen Laufradfahren keine Probleme hatten, auf ein normales Fahrrad zu wechseln! Klingt auch logisch, denn all die wichtigen koordinativen Tätigkeiten werden dadurch schon vorzeitig trainiert!


Habt viel Spaß diese Spielfahrzeuge gemeinsam mit euren Kindern auszuprobieren! Ich wünsche euch eine schöne Sonnenzeit und genießt weiterhin das tolle Wetter!

Meike 


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