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Tipps vom Physiocoach Meike

Spielen fördert die eigene Körperwahrnehmung und Koordination von Bewegungen

Babys sind mit all ihren Sinnen beim Spielen dabei! Beim Neugeborenen sind die Bewegungen zwar erst sehr ungezielt/ willkürlich - doch dann lernt ein Baby sich zunehmend koordinativer zu bewegen und sich selbst zu „erfühlen“.

Diese eigene Körperkontrolle erlernt es überwiegend durch seine sogenannten „Körpersinne“ (auch Nahsinne genannt). Diese Sinne haben von Anfang an einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns, des Körpers und der Motorik eines Menschen. Nahsinne sind die Basis für unsere eigene Körperwahrnehmung!

NAHSINNE kurz erklärt:

Hiermit meint man den Oberflächensinn (taktile Wahrnehmung über die Haut durch Berührung), die Tiefenwahrnehmung (wie spürt man sich selbst über Druck, Zug, Vibration/ allgemeines Körperbewusstsein) und den Gleichgewichtssinn (Raum- und Bewegungsorientierung).

Anders formuliert:

„Wer also seinen Körper gut in verschiedenen Positionen spürt, wer sich wohl und bewusst fühlt, kann sich auch kompetent und sicher bewegen“.
Koordinative und harmonische Bewegungen können so besser ausgeführt werden.
Eltern können über die Anregung der Nahsinne somit ihrem Kind ein gutes Körper- und Selbstbewusstsein vermitteln (z.B. Massagen, enges Anlegen des Babys in ein Tragetuch oder auf den Arm, Babyschaukel oder sanftes Wiegen im Arm,…).
Jede Wahrnehmung im Spiel, vor allem später beim Toben, regt die Nahsinne an und schafft unzählige neue Verknüpfungen im Gehirn für das sogenannte „eigene Körperschema“ (= Vorstellung von seinem eigenen Körper).

W I C H T I G für dein Neugeborenes:

Biete deinem Neugeborenen vorerst eine ausgiebige Spielzeit in der Rückenlage an, damit die ersten Strampelbewegungen intensiv trainiert werden können (gut für Bauchmuskulatur und weitere Motorikschritte sowie Wahrnehmung der Beine und Füße). Zusätzlich sind in dieser Liegephase die koordinativen Handerforschungen (Hand zum Mund; Hand zu Hand; Hand zum Knie; Hand zum Fuß;  jeweils ein- oder auch beidseitig) für die Körperwahrnehmung entscheidend!
Lass es sich in der Rückenlage mit den Händen „erforschen“ und übt gemeinsam spielerische Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen (schau auch hier vorbei: Auf dem Wickeltisch - Spielerische Übungen und gemeinsame Kommunikation )

Rückenlage Rückenlage

„Bauchlage anbieten und üben“ in der Neugeborenenphase:
Bitte die Bauchlage ab ca. 2./3. Woche vorsichtig - steigernd üben; erst ab dem 3. Monat sollte eine gute, ausdauernde Stützfähigkeit auf den Unterarmen vorhanden sein.


(schau auch hier vorbei: Das solltest du über "die Hüftgelenke deines Neugeborenen" wissen!)

Ab ca. dem 6./7. Monat will dein Baby tagsüber überwiegend in Bauchlage sein. Dabei stützen die Hände überwiegend und das Ertasten/Erforschen wird weniger!

Fazit: Die ersten Wochen dienen daher besonders der Körperwahrnehmung (und des koordinativen Strampelns) in der Rückenlage!!!

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Nehmt euch also noch Zeit fürs Kennenlernen und Ankommen im Wochenbett. Erst anschließend sollte „das Training“ zum groß und stark werden beginnen!

„Alles Gute“ wünscht euch eure Meike

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