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Tipps vom Physiocoach Meike

Handling: So unterstützt du eine „gute Muskelbalance“ bei deinem Baby!

Von Geburt an sind Säuglinge völlig unselbstständig und auf fremde bzw. deine Hilfe angewiesen. Sie sind mit frühkindlichen Reaktionen und Reflexen ausgestattet, die ihnen helfen, zu überleben und sich zunehmend mehr zu bewegen. Diese noch sehr unwillkürlichen (Massen-) Bewegungen werden im Laufe der Motorikentwicklung in den ersten Monate immer mehr durch willkürliche und dosierte Bewegungen ersetzt. 

Vor allem durch das „Handling“, also dem täglichen Miteinander bei der Versorgung / Pflege und im gemeinsamen Spiel mit deinem Kind, hast du durch deine täglichen Handgriffe entscheidenden Einfluss auf deren / dessen Körperspannung – und Haltung . Ebenso wird dabei ständig die Wahrnehmung der Körpersinne (Sensorik) angeregt. Dein Kind lernt sich zu halten, sich zu bewegen und den Körper zu spüren (Körperschema). 

Wie du dein Kind also „händelst“, hat große Auswirkungen auf das sensomotorische und geistige Lernen!!! 

Gutes Handling, …
hilft deinem Baby, sich leichter und adäquater gegen die Schwerkraft zu bewegen und anzupassen (Spannung / Entspannung der verschiedenen Muskeln).
ist ein „aktives Training“ für dein Baby und unterstützt Gleichgewicht, Kraft, Ausdauer und fördert zunehmende Körperkoordination / Körperkontrolle.
Wichtig sind hier verschiedene Lagerungen (Rücken, Seiten, Bauch) und verschiedene Trageangebote von Geburt an!!!
vermittelt körperbezogene und emotionale Erfahrungen und fördert das Denken und Erinnern. Natürliche Bewegungsmuster werden so im Gehirn „programmiert“!
macht Babys aufmerksamer, schenkt ihnen noch mehr Geborgenheit und Bewegungsfreude (sonst eher eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten in der Säuglingszeit).
stärkt die Vitalfunktionen (z.B. Atmung, Herz/Kreislauf, Verdauung, Hirnleistung,…) und kann bei Schmerzen (z.B. Bauchweh), Unruhe und Stress lindernd wirken, u.v.m.. 

jahs

Mein physiotherapeutischer Rat: 
Bitte beobachte die motorische Entwicklung deines Kindes aufmerksam!
Dein Baby lernt zunehmend mehr motorische Fähigkeiten, bedingt durch Reifungsprozesse des Gehirns und durch ausgiebige, selbstständige Bewegungsübungen.  
Bis zum ersten Schritt muss es etliche Motorikstufen bewältigen.
Es muss den Kopf halten (Kopfkontrolle), um sich aufstützen zu können; es muss stützen können, um robbend vorwärts zu kommen; es muss auf die Knie kommen (und möglichst krabbeln!), um sich hochziehen und stehen zu können. 

Doch nicht immer verläuft diese individuelle Bewegungsentwicklung „ohne Probleme“ ab. Kinder fühlen sich in verschiedenen Entwicklungsphasen wohl und sicher und dann wiederum beobachtet man eine sogenannte „motorische Unzufriedenheit“. Manchmal schaffen sie es nicht „ohne Hilfe auf verschiedenen Lagen alleine herauszukommen“. Schnell kann es zu Muskelverspannungen / Muskeldysbalancen und kompensatorisch-falschen Bewegungsmuster kommen.

asd

Beispiel: Der Beginn des Bauchlage-Trainings ist für viele Babys sehr anstrengend! Durch gute Unterlagerung des Brustbereiches (hier auf einem PezziBall) kann es den Kopf leichter und länger gegen die Schwerkraft halten. Die Rücken- und Nackenmuskulatur wird dabei allgemein stark beansprucht und ist oft verspannt 😯.
Daher solltest du deinem Kind zwischendurch einige Entspannungmöglichkeiten anbieten! 

Tipps: (s. dazu auch Verlinkungen unter diesem Beitrag „Hier geht es zu passenden Themen“)
„Gutes Handling“ - Lagerungen, Tragegriffe, Spielaktivierung, … mit deinem Kind
Trage es zum Entspannen zwischendurch im Tragetuch / in der Trage
Biete öfters Entspannungslagen (z.B. Nestchen, Seitenlage rechts und links, Hängematte,…) und Spielpausen an.
Lasse die „Gegenspieler-Muskeln“ der verspannten Muskulatur mehr arbeiten (in diesem Beispiel: feste Rückenmuskel entspannen bei Strampelbewegungen auf dem Rücken = Bauchtraining fördern!)
Entspannungsbäder helfen! Wärmepacks, z.B. Kirschkernsäckchen, öfters mal auf den Bauch / Rücken oder den Nacken auflegen.
Eine wohltuende Massage und leichte Dehnungen helfen. Auch wenn du deinem Kind mit sanften Bewegungen seine Glieder bewegst (passiv), wird es sich dabei entspannen (schau mal hier die Fotos mit meiner Handlingspuppe …)

bfd
Regelmäßige Kinderarztbesuche / „U“- Kontrollen sind wichtig!!!

Manche Eltern bemerken schon in den ersten Wochen, dass sich ihr gesundes Baby fest anfühlt, oder es sich oft „überstreckt“ und steif macht. Diese erhöhte Muskelspannung (Hypertonus) ist noch bis zum 3. /4. Lebensmonat (physiologisch durch die Reflexe bedingt) normal. Der Kinderarzt wird die individuelle Körper- und Muskelspannung eines Kindes immer im Blick haben bei seinen Untersuchungen. Manchmal stellt er (meist) bei der U4 diese bestehende „Hypertonie“ fest. 

Ebenso gibt es auch die Kinder mit einer eher schwächeren Muskelspannung („Hypotonie“, meist bei zu früh geborenen Babys). Für hypotone Kinder sollten in der Kindheit „Bewegung und Sport“ stets eine wichtige Rolle spielen!

Der Arzt wird mit dir eventuelle Spannungsauffälligkeiten, bzw. Abweichungen von einer „normalen Muskelspannung“ (Normotonus) besprechen. Eventuell wird er eine Physiotherapie (einschließlich Handlinganleitung) für dein Kind verordnen 👍

Viel Spaß in Bewegung und beim Entspannen!!! Eure Meike 🙋


Hier geht es zu passenden Themen:
Der tägliche Umgang mit dem Kind – „Das HANDLING“
HANDLING: So solltest du dein Neugeborenes tragen!
„Babymassage“: Stimulation der Sinne für ein gutes Körpergefühl!


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