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Tipps vom Physiocoach Meike

Geschwister: (Spiel-) Partner fürs Leben!

Mit Bruder oder Schwester verbindet einen eine lebenslange Schicksalsgemeinschaft!
Als Neugeborenes wird man „einfach so“ in eine Familie hineingeboren. Plötzlich ist man beispielsweise Schwester, Sandwichkind oder Nesthäkchen. Das bedeutet, dass man von Anfang an seinen Platz finden muss und sich seine komplette Kindheit mit einem oder weiteren Kindern arrangieren muss!

Für das Erstgeborene ist die Ankunft eines neuen Geschwisterchens natürlich auch ein bedeutsamer Einschnitt. „Entthronisierung“ nennen Psychologen das, was von nun an das ältere Kind erlebt. Sie raten: „Je besser es Eltern gelingt, dem großen Kind zu zeigen, dass es nicht zur „Nummer zwei“ abgerutscht ist, und sie es in die tägliche Versorgung des „neuen Babys“ mit einbinden, desto reibungsloser verläuft diese Zeit!“ Jede Familie muss sich erstmal finden, jede Familiensituation ist eine andere – speziell und spannend zugleich! ☺

Interessantes zum Thema „Geschwister“ während meiner Recherche:
  • Im Jahr 2018 bekam eine Frau im Deutschland im Durchschnitt 1,59 Kinder.
  • Zwei-Kind-Familie ist weiterhin unter den existierenden Familien die Regel.
  • Im Durchschnitt kommt das zweite Kind 3,3 Jahre nach dem ersten zur Welt.
  • Gynäkologen empfehlen mindestens einen Abstand von zwölf Monaten. 
  • Es gibt keinen perfekten Altersabstand!
  • Allgemein gilt: Je geringer der Altersabstand ist, umso mehr Gemeinsamkeiten verbindet Geschwister. Dafür gibt es aber mehr Rivalität (vor allem bei Gleichgeschlechtlichen). 
  • Bei einem Abstand von mindestens fünf Jahren (bei zwei nacheinander folgenden Kindern) entfällt die Rivalität, jedoch wird die Beziehung meist weniger eng.
  • Eigene Geschwistererfahrungen wirken sich unbewusst auf elterliches Verhalten zu den eigenen Kindern aus.
  • Geschwisterkinder erlernen zu Hause im Spiel täglich soziale Kompetenzen (und wichtig: Empathie!). Sie spielen viele Rollenspiele und „So-tun-als-ob“-Spiele miteinander. Einzelkinder brauchen daher sehr viel Kontakt zu anderen Spielkameraden (Kindergruppen / Sportvereine). Eine Garantie für eine innige Beziehung zum Geschwisterchen hat man nie!!!


Wer mehr dazu lesen will:

„Geschwister – Liebe und Rivalität“ von Horst Petri (Kreuz Verlag)
„Geschwister – die längste Beziehung der Welt“ von Susann Sitzler (Klett-Cotta Verlag)

Klar ist, das die elterliche Aufmerksamkeit bei mehreren Kindern nun geteilt werden muss. Der Alltag ist für Eltern jeden Tag wieder aufs Neue eine Herausforderung. Doch Entwarnung! Experten sind sich auch hier sicher: „Gleichberechtigung“ kann unter Geschwistern nicht funktionieren, denn jedes hat andere Bedürfnisse und seinen eigenen Entwicklungsstand. Sie raten, dass man versuchen sollte „fair zu erziehen“, denn dies sei die Grundlage für ein gutes Geschwisterverhältnis. Hier seien Verhaltensregeln innerhalb der Familie wichtig (Gespräche). Den Rest sollte der Nachwuchs selbst unter sich ausmachen. ☺

geschwister

Bewegungsspiele für Geschwister:
Jüngere Kinder haben natürlich ein anderes Spielbedürfnis als ältere Kinder. Damit Geschwister unterschiedlichen Alters miteinander spielen können, solltest du das gemeinsame Spiel „zwischendurch“ auch mal anleiten (neue Impulse geben) und darauf achten, dass jedes Kind für seine Fähigkeiten entsprechend eine interessante, kreative Spieltätigkeit findet.
Am besten besprecht und plant ihr vorher, wie das am besten funktionieren könnte.

Beispiele:
  1. Turnparcour durch das Kinderzimmer: Ähnlich eines Zirkeltrainings (wie aus der Sportstunde) baut ihr gemeinsam mit verschiedenen dazu tauglichen Gegenständen einen Turnpark auf. Während das Kleine robbt oder über etwas drüber krabbelt, kann das Große Purzelbäume schlagen oder über Seile balancieren, u.v.m..
  2. Hol- und Bringservice von Puzzleteilen / Spielteilen: Mit einem Lauflernwagen kann ein Laufkind Teile für das Spiel des größeren Kindes bringen. Du gibst also sozusagen Bewegungsaufträge an dein Kleines weiter.
  3. Großen Karton verschönern und anschließend damit spielen (Höhle bauen): Alle bemalen, bekleben, verzieren den Karton zuerst. Das Große schneidet z.B. auch kleine Löcher oder Fenster hinein. Das Kleine kann rein- und rauskrabbeln und kleine Spielteile durch die Öffnungen stecken und wieder holen,….
  4. Bauklötzchen-Spiel: Unterschiedliche Bauklötze kommen in die Mitte, Kleines spielt mit Holzklötzchen oder Duplo und Großes mit kleinen Legoteilen. Ihr könnt nach Farben sortieren oder sogar nach Plan nachbauen, d.h. Großes skizziert erst das Bauwerk und baut dann das Haupthaus und das Kleine baut den Garten….
  5. Wahrnehmungsspiele – „ich spüre meinen Körper und entspanne“,  z.B. Autowaschanlage, Pizza belegen, Paradiesvogel:
    -Ein Kind stellt sich in den Vierfüßlerstand und ist das „Auto“ – die anderen waschen es mit verschiedenen Schwämmen oder Waschhandschuhen.
    -Ein Kind liegt flach auf dem Boden und ist eine „Pizza“, die nun mit unterschiedlichen leichten Gegenständen (= Salami, Pilze, Käse,..) von den anderen belegt wird.
    -Ein Kind wird zum „bunten Vogel“, in dem die anderen ihm mit Wäscheklammern verschieden bunte kleine Stoffreste / Tücher an seine Kleidung anbringen, etc….
  6. Wäscheaufhängen (Spiel mit Wäscheklammern): Ihr spannt ein für die Kinder erreichbares Seil quer durch das Zimmer. Jetzt wird gemeinsam kleine Wäschestücke aufgehangen.
  7. Gedächtnis-Merkspiel (Spielzeuge verschwinden lassen): Verschiedene Gegenstände, die deine Kinder gerne haben , werden in die Mitte gelegt. Jetzt muss ein Kind die Augen schließen, das andere darf eines wegnehmen (ein ganz Kleines kann also nur wegnehmen!). Jetzt wird geraten - Steigerungen mit mehreren Gegenständen möglich. 
  8. Gemeinsame Aktivitäten: Lesen, Malen, Basteln, Backen, Singen / Fingerreime, ….
Hier weißt du am besten, was deinen Kindern gefällt und  wozu sie fähig sind.
Das eine liest dem anderen vor, das eine malt und das andere schneidet dann aus, das eine knetet nur den Teig und das andere sticht mit Förmchen aus,…!

Viel Spaß und eine schöne gemeinsame Zeit, wünscht euch Meike ☺

Hier geht es zu passenden Themen:

Bewegungsfördernde Spielangebote für dein Kind im Kleinkindalter

Wissenswertes in der gemeinsamen Spielzeit mit deinem Kind

Wichtige Tipps für „euer“ gemeinsames Spiel aus physiotherapeutischer Sicht

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1 Kommentar
2019-04-16T11:37:06Z
  • Dienstag, 16.04.2019 um 13:37 Uhr
Super Beitrag!

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    😄