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Tipps vom Physiocoach Meike

Das solltest du über „die Wahrnehmung der Füße“ deines Babys wissen!

Schon im Unterleib strampelt ein Baby wild im Fruchtwasser mit seinen Füßchen im Inneren des Mutterbauches. Somit erfährt es schon sehr früh seine nackten Füße. Doch nach der Geburt bekommen die Neugeborenen leider sofort die Füße bekleidet.
Füße können zu Anfang aber nur über die Hautrezeptoren taktil wahrgenommen werden, wenn sie nicht ständig fest umhüllt sind. Das Gehirn nimmt somit die Babyfüßchen nicht so wahr und sie können sich nur schwach im eigenen Körperbild einprägen. Vor allem dicke Strumpfhosen und Strampler mit Fuß verhindern diese Reizweiterleitung zum Gehirn. Optimal zu empfehlen ist daher ein Strampelsack, oder eine wärmere Leggins mit Söckchen, die man zwischendurch schnell an- und ausziehen kann.



Tipp:

Lasse deinem Baby seine Füße spüren und möglichst häufig nackt „begreifen“ dürfen!
Bei kaltwerdenden Füßchen hilft warmrubbeln, ausstreichen und strampeln lassen!
Je älter dein Baby wird, desto wichtiger ist die eigene Fußwahrnehmung, denn mit ca. einem Jahr steht es dann (nur bildlich gesehen) auf seinen eigen Füßen!

Daher solltet ihr täglich einige Minuten den „Babyfüßchen“ eures Babys widmen:
  • Fußmassage (mit Öl oder Creme)
  • Spezielle Fußreflexzonentherapie (hilft auch gut bei Koliken); Hebamme hilft!
  • Ausstreichungen mit einem Ziegenhaarbürstchen oder weichem Schwamm im Bad
  • Zehen- und Fußspiele, ähnlich der Fingerspiele nur mit Füßen
  • Babyfuß zu Babyfuß reiben („Fuß-Fuß-Kontakt“ in Rücken- und Bauchlage)
  • Babyfüße abwechselnd zum Mund des Babys führen („Fuß- Mund- Kontakt“ mit 7 Monaten aktiv möglich), oder auch selber daran lutschen
  • Fußsohlendruck spüren lassen z.B. auf der Wickelunterlage, gegen ein Noppenkissen,…

     Fuß an Fuß     fuß

In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres ist nicht nur weiterhin die Wahrnehmung der Füße wichtig, sondern jetzt wird vor allem die Gewichtsübernahme auf die Füße selbstständig trainiert!

Die kleinen Kinderfüße werden beim Robben, beim Krabbeln, im Lauf auf Händen und Füßen (Bärengang) und auch später beim Hochziehen über die Arme ganz langsam mit einer anfänglichen Teilbelastung an die komplette Gewichtsübernahme auf die Füße schonend vorbereitet.
Die Lauflernkinder kräftigen in dieser Phase ausdauernd ihre Ganzkörperstabilität und erlangen selbstständig eine gelenkschonende Aufrichtung von Fuß bis Kopf!.
Achtung!:
Zu frühes, passives Hinstellen auf die Füße, sowie Einsätze von Gehfreis ,Türhopsern oder ähnlichen Babymöbeln sollten in dieser Phase absolut tabu sein!!!
(Die natürliche Motorikentwicklung der Füße wird frühzeitig falsch beeinflusst!)

Gute Tipps für eine gesunde Fußentwicklung beim Laufenlernen:
  • Vertraue deinem Kind es alleine auf die Füße zu schaffen, Sicherheit und Kompetenz erreicht es nur durch viel aktives Training!
  • „Freiheit den Füßen“, Fußtraining bitte überwiegend mit nackten Füßen!
  • „Reizvolle“ Unterlagen stimulieren die Füße, z.B. Gras, Sand, Kokosfußmatte,… .
  • Unebene, wackelige Untergründe fördern noch zusätzlich das Gleichgewicht, z.B. auf einer Matte, auf einem Wackelbrett,
Mein nächster Expertenbeitrag:
„Wann darf ich meinem Baby die ersten Schühchen kaufen“?

Hier geht es zu weiteren spannenden Themen:
Das solltest du über "die Hüftgelenke deines Neugeborenen" wissen!




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