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SuperMom
Kita Start - Wer lässt hier eigentlich wen los?!

Kita Start - Wer lässt hier eigentlich wen los?!

Die Kita Eingewöhnung - Eine neue aufregende Zeit beginnt

Egal, ob man sich entscheidet, sein Kind mit einem, zwei oder drei Jahren in die Kita zu geben, es ist der richtige Weg ganz für diese Familie allein und so wird es auch gut sein. Ich habe meine drei Kinder alle kurz nach dem 1. Geburtstag in die Kita gegeben und das auch nie bereut. Manchmal geht es eben auch nicht anders, wenn die Arbeit wieder ruft. 

Die Kita Eingewöhnung im eigenen Tempo gestalten

Irgendwann kommt also der Tag, an dem das Kind hoffentlich einen Kita Platz bekommen hat und mit der Eingewöhnung begonnen wird. Meist planen Kitas dafür 4 Wochen ein. Im letzten Monat der Elternzeit beginnt diese aufregende Zeit, so, dass theoretisch am ersten Tag des Wiedereinstiegs, das Kind in der Kita betreut wird. 

„Theoretisch“ schreibe ich deshalb, weil das nicht immer klappt und ich euch den Tipp mitgeben möchte, eventuell Urlaub nach Beendigung der Elternzeit einzuplanen, um nicht in Stress zu verfallen und das Kind mit schlechtem Gewissen abzugeben. Falls das Kind alles super meistert, umso besser. Meine drei Mädels brauchten alle etwas länger. Früher oder später gab es immer eine Zeit, in der sie nicht gehen wollten, auch, wenn es vorher schon ohne Probleme lief. Das gehört einfach dazu und ich konnte mir auch jedes Mal die Zeit nehmen, die Eingewöhnung langsamer zu gestalten. Schließlich möchten wir mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehen und nicht ein herzzerreißend laut weinendes Kind zurücklassen. 

Wer übernimmt die Eingewöhnung?

Ich hörte von einigen Freundinnen, dass es besser klappt, wenn der Mann die Eingewöhnung übernimmt, weil die Mamas so schwer loslassen können. Am Ende ist es eine individuelle Entscheidung und auch abhängig davon, ob der Mann sich Elternzeit nimmt. Was ich für eine gute Idee halte, wenn beide in den letzten zwei Monaten zu Hause sind und das Kind begleiten, aber auch die gemeinsame Zeit noch mal intensiv auskosten. Wir haben uns mit der Eingewöhnung abgewechselt und es war für uns beide okay. Es ist ein schöner Moment, das eigene Kind so selbstständig in der Kita zu erleben, wie es die Räume entdeckt und Vertrauen fasst. Natürlich gehört das Loslassen dazu.

Ich lass dich jetzt los

Ein Moment, vor denen es vielen Eltern etwas „grault“, ist das Loslassen. Wir haben mindestens ein Jahr mit unserem Kind ganz viel Zeit verbracht und jeden Schritt miterlebt und nun soll sich eine fremde Person um das Wertvollste in unserem Leben kümmern?! Klar erfordertet das Überwindung. Daher schaut euch die Kita vorher an. Habt ihr ein gutes Gefühl? Ich weiß, die Situation ist nicht leicht und oft findet man nur schwer einen Platz, der Arbeitgeber wartet sehnsüchtig und ihr steht vielleicht etwas unter Druck. Aber. Ja, da folgt ein „Aber“. Euer Kind geht die nächsten Jahre in diese Kita zu diesen Betreuern. Ihr wollt nicht all diese Zeit ein komisches oder gar schlechtes Gefühl haben. Nein, man muss die Betreuer nicht lieben, schließlich verbringen wir dort nicht unseren Tag, aber hört auf euer Gefühl. Wenn die Betreuer mit den Kindern so umgehen, wie ihr es auf keinen Fall wollt, sprecht mit ihnen oder schaut euch zur Not nach einer neuen Kita um. Wir haben das einmal gemacht und es war die richtige Entscheidung. 

Gut ist gut genug

Mein Lieblingsmantra im Elternleben. Ihr müsst nicht perfekt sein und alles richtig machen. Ihr braucht nicht 5000 Ratgeber lesen und die Weltbesten Eltern sein. Gut reicht völlig. Und das gilt auch in der Entscheidung für die Kita. Egal, in welchem Alter euer Kind geht und egal, ob ihr es kaum erwarten könnt, endlich wieder zur Arbeit zu gehen. Es ist euer Familienleben und für euch passt es. Irgendwer hat immer was zu kritisieren und für irgendwen ist es nicht das perfekte Familienleben. Na dann ist das so. Nur ihr allein müsst zufrieden sein und „gut“ reicht dafür völlig. Begrabt euer schlechtes Gewissen. Es wird immer mal Tage geben, an denen das Kind beim Abgeben weint. Vielleicht könnt ihr an diesem Tag etwas eher Feierabend machen? Und seid euch sicher, die Kinder hören meist nach ganz kurzer Zeit auf und spielen glücklich und zufrieden. Redet mit den Betreuern. Lasst euch nicht einreden, dass eine Betreuung schlecht sei fürs Kind oder viel zu früh oder viel zu spät los geht. Wie ihr es macht, ist es gut. Und dazu gehören auch mal Tränen bei den Eltern, wenn das Kind sicher in den Kita Raum läuft und man nicht mal mehr einen Kuss bekommt zum Abschied. Man schaut diesem kleinen Kind hinterher und plötzlich sind sie ein kleines Stück gewachsen. Sie sehen ihre Freunde, sie freuen sich auf ihre Betreuer, das wird ein schöner Tag. 

Hat niemand gesagt, dass Elternsein immer leicht ist. Aber wenn es irgendwie geht, macht es euch so leicht wie möglich. Nehmt euch den Druck raus und versucht, etwas Urlaub nach der Elternzeit dranzuhängen, um die Eingewöhnung im Tempo des Kindes zu absolvieren. Vielleicht braucht es einfach, statt der angedachten 4 Wochen, lieber fünf. Vielleicht ist der Mann etwas besser darin, loszulassen und übernimmt die Eingewöhnung. Und vielleicht bleibt vor dem Arbeitsstart noch ein bisschen Zeit, einen heißen Kaffee in der Sonne ganz in Ruhe und allein zu trinken. Das klingt doch herrlich, oder? 

Alles Liebe für die Kita Eingewöhnung und eine wunderbare Zeit wünsche ich euch und euren Kindern. 

Eure Super Mom Jette


Wer schreibt hier?

Ich bin Jette, wohne mit meinen drei Mädels (2, 5 und 7 Jahre), dem Mann und einem Hund im schönen Berlin. Seit 2011 schreibe ich als „Super Mom“ über mein Leben als dreifache Mama. Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass „gut“ gut genug ist. Dass wir wieder öfters auf unser Bauchgefühl hören sollten, statt uns von gut gemeinten Ratschlägen verunsichern zu lassen, die zu unserem Familienleben nicht passen. Denn was für die eine Familie funktioniert, muss nicht auf uns zutreffen. Und das ist völlig okay. Elternsein ist nicht immer nur schön und lustig, und manchmal hilft nur ein extra großes Schokoeis, aber am Ende des Tages weiß ich eins immer ganz genau: Familie fetzt. 

Dinge, die den Kita Start erleichtern:


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5 Kommentare
2018-06-26T16:48:14Z
  • Dienstag, 26.06.2018 um 18:48 Uhr
Das ist toll geschrieben, danke dafür! Ich habe auch schon oft erlebt, dass Freundinnen nur genau die 4 Wochen Zeit hatten und daher so unter Druck waren, dass es deshalb nicht geklappt haben. Denn das merken die Kinder in jedem Fall. Besser man hat noch eine oder zwei Wochen "Luft" das entspannt vieles.  
2018-06-27T10:15:51Z
  • Mittwoch, 27.06.2018 um 12:15 Uhr
Das ist wirklich ein schöner Artikel über das Thema Kita. Dein Blog ist ebenfalls toll, ich freue mich schon darauf, hier in der Community, mehr von dir  zu lesen
2018-06-28T09:00:40Z
  • Donnerstag, 28.06.2018 um 11:00 Uhr
Oh, davor graut mir ja jetzt schon ..... kann ich mir noch gar nicht vorstellen, die Maus mal abzugeben. Das muss bei uns der Papa machen.
2018-07-05T19:25:07Z
  • Donnerstag, 05.07.2018 um 21:25 Uhr
Wow. Das ist sehr schön geschrieben. Genauso wie Ich es gerade brauche. Besser als irgendwelche Ratgeber mit theoretischen Texten. Und du hast voll recht Gut ist gut genug, ein tolles Motto. Ich freue mich schon auf die Zeit mein Kind mit 1,3 Jahren in die Krippe zu begleiten und ihr dabei zu zu sehen wie sie dort "ihren Weg" gehen wird. Ganz klar graut es mir auch vor dem Tschüss sagen, das Loslassen und das Gehen. Da werden ganz klar einige Tränen fließen sowohl beim Kind als auch bei mir. Umso größer wird dann aber auch die Freude aufs Wiedersehen sein.
Natürlich denke ich auch darüber nach , ist es nicht etwas zu früh mit knapp einem Jahr in die Krippe zu gehen, aber was soll man machen, wenn der Job ruft und das Geld wieder fließen muss?!
Ich bin wahnsinnig gespannt auf die Zeit die kommen wird.
2018-07-06T08:24:46Z
  • Freitag, 06.07.2018 um 10:24 Uhr

Ich kann mich nur anschließen, es ist tatsächlich ein wahnsinnger Schritt sein Kind in die Kita zu bringen, aber es so toll zu sehen, wie er jeden Tag wächst und neue Dinge lernt.

Er geht so gerne in die Kita und ist es von Anfang an gerne - da ist die Trennung nicht so schwer gefallen.

Natürlich ist es am Anfang hart, sein Baby abzugeben. Aber ich tröste mich immer damit, das er dort eine gute Zeit hat und lernt, das auch andere Menschen auf ihn aufpassen können, ohne das Mama oder Papa dabei sein muss.

Ich wünschen allen Müttern viel Kraft für die kommende Zeit - es wird schon gut gehen!

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