Unsere Webseite verwendet Cookies. Wenn Du auf unserer Webseite weitersurfst, stimmst Du dieser Verwendung zu.   Mehr erfahren...
Zustimmen
Tipps vom Hebammennetzwerk

Zweitausstattungsliste - was braucht man für später?

Von Hebamme Melanie

Erstausstattungslisten für die ersten Babysachen gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten. Nun stellt sich die Frage nach der „Zweitausstattungsliste“, also, was das Baby später braucht.

Sicher braucht man stetig neue Kleidung in weiteren Größen. Diese kann man ganz gut bei Kinder-Flohmärkten günstig erwerben. Da Babys und Kleinkinder aus den Klamotten schnell rauswachsen, kann man sogar beinahe Neukleidung für Spotpreise erwerben.

Auch die Windeln müssen in weiteren Größen stetig besorgt werden. Wenn Du merkst, dass Stuhl und Urin des Babys häufiger nicht mehr da bleiben wo sie sollen, oder die Windel starke Abdrücke an den Schenkelchen macht, dann hat es Sinn, auf die nächste Größe umzusteigen.

Kinderwagenaufsatz
Die Babywanne des Kinderwagens wird mit 6-8 Monaten zu eng, so dass das Baby für die Zeit danach einen passenden Aufsatz braucht oder ein Nachfolgekinderwagen angeschafft werden sollte - und wenn es nur ein Buggy ist. Für die Reisen, Ausflüge (z. B. Zoobesuche) oder mal eben schnell Einkaufen. Praktisch ist es auf jeden Fall.

Evtl. Fahrradanhänger

Alternativ kann man sich überlegen, ob man später das Kind in einem Kinder-Fahrradanhänger transportiert. Diesen kann man zum Radfahren, Spazieren gehen oder gar zum Joggen verwenden.
Wenn du und dein Partner sich für einen Fahrradanhänger entscheiden, empfehle ich, einen Zweisitzer zu nehmen. Auch wenn erstmal vielleicht nur ein Kind da ist. Ein Zweisitzer macht Sinn, weil:

  1. Freunde des Kinds können später unproblematisch mitgenommen werden (z.B. wenn die Kinder in die gleiche Kita gehen, und man mit anderen Eltern einen gegenseitigen
    Weg- und Bringservice organisiert hat).
  2. Er bietet sehr viel Platz für Einkäufe!
  3. Rucksäcke oder Spielplatzsachen können bequem untergebracht werden.
  4. Das Kind kann während der Fahrt sein Spielzeug ablegen.

Ab welchem Monat Du anfängst, das Baby mit dem Fahrradanhänger zu transportieren, ist umstritten. Verschiedene Hersteller haben ihre eigenen Angaben.
Letztendlich liegt es in Deinem Ermessen, ab wann das Kind im Fahrradanhänger mitgenommen werden sollte und wie wohl Du dich im Umgang mit dem Hänger im Straßenverkehr fühlst. Manchmal kann ein Tipp von den Freunden und Bekannten, die schon einen Fahrradanhänger nutzen, sehr hilfreich sein.
Wahrscheinlich hängt Deine Entscheidung auch davon ab, was am praktischsten für Dich und Deinen Partner ist, gerade wenn man mehrere Kinder hat.

Tragetuch/Tragetasche
Eine weitere schöne und praktische Anschaffung ist ein Tragetuch oder eine Babytrage. Am besten gehst Du mit diesem Anliegen zu einer Trageberaterin. Dort kannst Du Dir verschiedene Modelle, Techniken und Tücher zeigen und vorführen lassen und entscheiden, welches Tuch/welche Trage für Dich und Deinen Partner passend ist.

Thema Spielzeug
Meistens werden viele Kinder mit Spielzeug überschüttet. Im Grunde braucht ein Kind nicht viel zum Spielen. Viel wichtiger ist die Aufmerksamkeit der Eltern beim Spielen mit dem Kind. Es müssen auch keine teuren Rassel, Kuscheltiere oder Knistertücher sein. Man findet genug ungefährliche babyfreundliche Utensilien im Haushalt, die das Interesse des Kindes wecken. Einem Baby reicht es schon an einem Becher zu lutschen, oder den Schneebesen kennen zu lernen.
Solltest Du Dir doch etwas kaufen oder schenken lassen, dann schaue Dir einen O-Ball an. Den können die Babys gut festhalten und mit der Zunge ertasten.
Gut sind Gegenstände mit einem hellen Klang, z.B. eine Rassel mit einer Glocke drin oder der Dinge, die Geräusche machen, wenn man draufschlägt.
Ein Mobile oder Tiere an Sprungfedern aufgehängt ist auch immer ein schönes Spielzeug, gerade für kleine Babys, die sich noch nicht drehen. Den gleichen Effekt haben Blätter und Äste. Du wirst merken, dass Dein Kind alleine davon schon genug Eindrücke sammelt, wenn Du es auf eine Decke unter einen Baum legst.

Kindergeschirr, Kinderbesteck & Co.
Mit 6-8 Monaten kommt auch das Thema Beikost ins Spiel. Angefangen mit Lutschen an einer Möhre oder einem Stück Salatgurke geht es weiter zu Kartoffelbrei, Obstpüree oder Fleischstückchen. Hierfür empfehle ich zwei bis drei tiefere Teller parat zu haben, Lätzchen, Plastikbecher zum Wechseln oder eine Trinkflasche, und Babybesteck. Dieses ist nicht so scharf wie das der Erwachsenen, so dass das Kind später das Messer zum Üben benutzen kann, ohne sich zu verletzen.
Ein sehr sinnvoller Latz ist, wenn er auch über die Ärmel gezogen werden kann und nach dem Waschen schnell trocknet. Im Regal findest Du auch Plastiklätzchen mit Auffangschale. So fällt zwar nicht so viel auf den Boden, aber diese sind nicht saugfähig. Da das Kind auch sein Essen während Mahlzeiten erfühlt, (be)greift und mit allen seinen Sinnen kennenlernt, empfehle ich Dir auch selbst einen Kittel überzuziehen. Somit kannst Du Deine Kleidung vor Flecken schonen.

Sicherlich ist diese Liste nicht komplett. Sie versteht sich als eine Art Anregung und kann natürlich beliebig erweitert werden.

Hier geht es zu weiteren spannenden Themen:

Speichern Abbrechen
Hat Dir dieser Beitrag geholfen?
  • Ja
  • Nein
13 hilft diese Antwort
Schreibe einen Kommentar

Dateianhänge
    😄