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Frau Raufuss

Woche 20 - Hallo Krankenhaus, hallo Nierenstau…

Dieses Update tippe ich aus einem wundervollen Krankenhauszimmer. Seit nun mehr als 6 Tagen liege ich auf der Schwangerenstation im Krankenhaus. Die Infekte der letzten Wochen sind wieder da und zusätzlich ist meine Niere gestaut. Wusstet ihr, dass unglaublich viele Frauen mit Nierenstauen in der Schwangerschaft zu kämpfen haben? Durch das Wachstum der Gebärmutter, und auch des Babys, drückt alles auf die Harnleiter, die Niere und es kommt zu Infekten und dem klassischen Nierenstau. Wer das schon einmal hatte, weiß: es tut weh, es nervt und die Laune ist tief im Boden eingesunken. Gerade kam die Hiobsbotschaft, dass wir den Abreisetag schon einmal verschieben müssen. Ich hänge hier noch ein bisschen fest und bekomme alle paar Stunden eine andere Infusion. 

Meine Zimmernachbarin ist eine tolle Frau, eine Erstgebärende mit vorzeitigen Wehen. Als ihr Mann weg ist, es ruhiger wird, laufen die Tränen. „Ich habe so Angst um mein Baby. Warum ist das so?“ Ich setze mich zu ihr, wir weinen beide ein bisschen und ich erkläre ihr, wie das mit den Muttergefühlen so ist. Dass die ab der Schwangerschaft da sind, dafür sorgen, dass wir unser Kind abgöttisch lieben, oftmals irrationale Entscheidungen treffen und, dass wir für unsere Kinder zu Löwinnen werden. Beruhigt wischt sie sich die Tränen ab und fragt, ob das jetzt immer so bleibt. Noch lange in der Nacht denke ich darüber nach. Wenn ich an meine Tochter denke, die letzten 6 Jahre mit ihr und meine Rolle als Mama, dann weiß ich, dass die Gefühle mit jedem Tag zunehmen und stärker werden. Meine Kinder sind mein ein und alles, werden immer an oberster Stelle stehen und mich nach hinten drücken. Ich glaube, dass diese Eigenschaft seit Anbeginn der Zeit in uns Müttern ist. Nur so können wir unsere Kinder ernähren und beim Groß werden unterstützen. Kennt ihr solche Situationen? Wenn ihr aus der Haut fahren könntet, um euer Kind zu beschützen? Wenn ja, dann Herzlich Willkommen im Club der Mütter. Das hört jetzt nicht mehr auf.

Im Krankenhaus habe ich viel Zeit zum Nachdenken, gerade das Thema Geburt und Wochenbett spielt eine große Rolle. Ich würde gerne frühzeitig alles organisiert haben und das Wochenbett mit ganz viel Ruhe, ohne Besuch und mit viel Zeit für uns alle erleben. Ob das klappt? Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr Tipps für mich?


Was bisher bei mir geschah: 



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7 Kommentare
2018-08-28T09:30:09Z
  • Dienstag, 28.08.2018 um 11:30 Uhr
Das Gefühl kenne ich gut und es ist wirklich überraschend beim ersten Kind! Ich wünsche Dir alles, alles Gute und das du schnell wieder nach Hause kannst! 
2018-08-28T09:37:04Z
  • Dienstag, 28.08.2018 um 11:37 Uhr
Oh nein! Dir ganz schnell gute Besserung! Das braucht echt keiner und ich drück die Daumen, dass du bald wieder auf dem Damm bist. Für das Wochenbett kann ich nur den Tipp geben, deinen Partner darum zu bitten, sich um alle äußeren Sachen, wie Besuche, Einkäufe etc. zu kümmern. So dass du/ihr und dein/euer Baby genug Ruhe in der ersten Zeit habt. Ich hab das auch mit meinem Mann so geregelt und bei uns hat es gut geklappt. Meine Familie hat das eingesehen, seine nicht unbedingt, aber sie haben uns erst in der zweiten Woche nach der Geburt besucht. Vorher wollte ich einfach nicht. Das muss von anderen einfach respektiert werden. Dir nochmal alles Gute! Das wird schon
2018-08-28T10:19:31Z
  • Dienstag, 28.08.2018 um 12:19 Uhr
Die Ruhe im Wochenbett ist wirklich wichtig. Und gerade, wenn man schon ein Kind zuhause hat, ist es gut, alles vorzubereiten. Ich habe das bei meinem ersten Kind nicht gemacht und beim zweiten war ich schlauer . Ich empfehle dir, schon einmal bei Freunden anzufragen, ob sie dein älteres Kind für eine Woche ggf. mit zur Schule/Kita oder Nachmittagsveranstaltungen nehmen können. Dann entfallen schon einmal diese ganzen Taxidienste. Und ich würde vorkochen und einfrieren und vielleicht Freunde bitten. ob sie eine warme Mahlzeit vorbei bringen können, quasi als Willkommensgeschenk. Und dann würde ich auch wirklich die erste Woche mit dem Baby konsequent im Bett bleiben! Das zahlt sich langfristig aus. Alles Gute weiterhin! 
2018-08-29T06:54:29Z
  • Mittwoch, 29.08.2018 um 08:54 Uhr
Liebe MillaMama, Liebe Leni_Mom, Liebe Midwife!


Danke für eure lieben Nachrichten! Und auch für die wertvollen Tipps, die ich direkt notiert habe.

Liebe Grüße

Märry

2018-08-29T10:40:10Z
  • Mittwoch, 29.08.2018 um 12:40 Uhr
Immer gerne 😊 
2018-08-30T14:13:02Z
  • Donnerstag, 30.08.2018 um 16:13 Uhr
Ich fand es beim 2. Kind sehr hilfreich ambulant zu entbinden und nicht so lange im Krankenhaus zu bleiben. Dadurch musste der Große nicht so lange auf Mama kuscheln verzichten und das eigene Bett ist zum ausruhen natürlich viel bequemer(und man kann zwischendurch zur Abwechslung auch auf die Couch etc.)
2018-08-30T18:27:57Z
  • Donnerstag, 30.08.2018 um 20:27 Uhr
Liebe TMum,


das ist auch mein Plan, wir schauen gerade, welche Klinik es am Ende werden wird....

Mein eigenes Bett und die Ruhe würde ich auch bevorzugen, bei Nummer 1 war das echt super anstrengend....


Liebe Grüße

Märry

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