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Tipps vom Hebammennetzwerk

Verhütung nach der SS

Vielleicht bist du gerade schwanger, dann ist das Thema Verhütung nach der Schwangerschaft noch weit weg für dich. Vielleicht hast du gerade geboren, und kannst dir noch gar nicht vorstellen, wieder mit deinem Partner intim zu werden. Aber... irgendwann wird es zum Thema werden, und hier kannst du schon nachlesen, welche Optionen es gibt.

Früher sagte man: „Solange die Frau stillt, hat sie automatisch keinen Eisprung und somit braucht sie nicht verhüten“. Allerdings weiß man heute, dass Frauen trotz des Stillens einen Eisprung haben können! Vielleicht nicht jeden Monat, aber vielleicht eben doch. Und da die Periode in der Stillzeit oft unregelmäßig ist, oder gar ausbleibt, kann man den Zyklus nicht so genau bestimmen.

Es gibt unsichere und sichere Verhütungsmethoden. Zur Unterscheidung wird der sog. Pearl-Index als Vergleichsgröße verwendet. Er gibt an, wie hoch der Anteil sexuell aktiver Frauen ist, die trotz Verwendung einer bestimmten Verhütungsmethode innerhalb eines Jahres schwanger werden. Je niedriger der Pearl-Index ist, desto sicherer ist die Methode. (Wikipedia)

Eine sehr gute Übersicht und Beschreibung aller auf dem Markt angebotenen Verhütungsmethoden mit ihren Vor- und Nachteilen bietet die BZgA-Broschüre „Sichergehn – Verhütung für sie und ihn“ (https://www.bzga.de/infomaterialien/verhuetung/sichergehn-verhuetung-fuer-sie-und-ihn/).

Welche Verhütungsmethode für dich am besten ist, solltest du individuell mit deinem/r Frauenarzt/-ärztin besprechen. Vor dem Termin empfehle ich dir, dich schon über die gängigsten Methoden zu informieren, damit du beim ärztlichen Beratungstermin gezielte Fragen stellen kannst. Auch mit deinem Partner solltest du das Thema Verhütung vor dem Arzttermin besprechen.
Im Folgenden sind kurz die gängigsten Möglichkeiten aufgezählt:

  • Hormonelle Verhütungsmethoden:
- Kombi-Pille
- Minipille
- Hormonstäbchen
- Vaginalring
- Verhütungspflaster
- Dreimonatsspritze

  • Spiralen:
- Hormonspirale
- Kupferspirale
- Kupferkette

  • Barriere-Methoden:
- Kondom
- Frauenkondom
- Diaphragma
- Portiokappe

  • Natürliche Familienplanung (NFP) durch
- morgendliche Körpertemperaturmessung und Beobachtung des Zervixschleims
- Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage
- Technische Hilfsmittel zur Eisprungberechnung durch Messung der Hormone im Morgenurin

  • Sterilisation als operative Methode:
- Eingriff beim Mann (Vasektomie) oder
- Eingriff bei der Frau

  • Coitus interruptus und reine Berechnung der fruchtbaren Tage (Knaus-Ogino) gehören zu den unsichersten Verhütungsmethoden.
Verhütung in der Stillzeit

Neben den mechanischen Verhütungsoptionen wie Kondom, Diaphragma oder Spirale, gibt es auch eine Pillenform, die Minipille, die in der Stillzeit eingenommen werden darf.
Da Hormone zu Teilen in die Muttermilch übergehen, werden die Kombi-Pillen nicht verschrieben, sondern nur Monopräparate, d.h. sie enthalten nur ein Hormon, das Gestagen.

Auch die Hormonspirale und das Verhütungsstäbchen sind in der Stillzeit möglich, da diese auch nur Gestagene enthalten. Man muss jedoch bedenken, dass dies relativ teure Produkte sind und sie lange im Körper verbleiben können. D.h. solltest du den Wunsch haben, bald erneut schwanger zu werden, ist es finanziell nicht optimal, diese Optionen zu wählen.



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