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Tipps vom Hebammennetzwerk

Ultraschall und Tests in der Schwangerschaft

Neun Monate können einem bei dem Warten auf sein Baby manchmal sehr lange vorkommen. Gerade in der Schwangerschaft ist die Ungeduld meist groß, bis man sein Baby endlich in den Armen halten kann. So stellen sich wohl alle werdende Eltern in dieser Zeit Fragen nach dem Aussehen, Geschlecht und der Gesundheit des Kindes. Die moderne medizinische Technologie macht's möglich einige dieser Fragen schon im Vorfeld zu beantworten. Trotzdem sollten die vorhandenen Untersuchungsangebote mit Bedacht gewählt werden.

Unser Rat ist es, nicht zu viel Ultraschall und Tests in der Schwangerschaft machen lassen. Heutzutage gibt es viele Paare, die vor der Geburt bereits das Geschlecht ihres Kindes wissen wollen und man muss sich schon rechtfertigen, warum man das nicht möchte. Es kann natürlich viele Vorteile haben, sich schon im Vorfeld auf das kommende Kind einzustellen, z.B. bei der Namenssuche oder beim Kauf der Kindersachen. Die Ultraschalluntersuchungen machen es möglich.

Mittlerweile nehmen die Frauen in der Gynäkologiepraxen das teuer angebotene "Babywatching" in Anspruch, das sie selbst bezahlen müssen. Schwanger zu sein ist die natürlichste Sache der Welt. Auch ohne Ultraschall kann die Beziehung zum Kind gestärkt werden. Viele vergessen, dass so ein Ultraschall zur Diagnostik dient und eigentlich nur bei medizinisch indizierten Fällen zu nutzen ist.

Wir empfehlen ein Liporello "Bauchentscheidungen - aber mit Köpfchen. Hintergrundinformationen zu vorgeburtlichen Tests", dass im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Arbeitswohlfahrt, Bundesverband e.V., des Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft, AKF e.V. und des Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik entwickelt wurde. Mit dem Liporello möchten Ärztinnen, Hebammen, Beraterinnen, Menschen mit Behinderung und Eltern behinderter Kinder schwangere Frauen und ihre Partner ermuntern, einen anderen Blick zu riskieren. Hier findet man Hinweise auf Probleme, die durch vorgeburtliche Tests entstehen und Ideen für einen anderen Umgang damit.

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2 Kommentare
2018-01-31T11:22:12Z
  • Mittwoch, 31.01.2018 um 12:22 Uhr
Hallo,

ich bin gerade schwanger und bei mir wurden auch in meiner Frauenarztpraxis mehrere Ultraschalluntersuchungen vorgenommen, auch diese 3D-Abbildungen. Aber ohne das ich was zuzahlen hätte müssen. Hätte ich das nicht machen sollen? Ist das schlecht für das Baby? 
2018-02-04T22:05:01Z
  • Sonntag, 04.02.2018 um 23:05 Uhr
Hallo, liebe simmi!
Ob ein Ultraschall dem ungeborenen Kind schadet oder nicht, kann man zur Zeit noch nicht
sagen, weil dazu keine ausreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen. Auch ist es nicht unsere Botschaft, den schwangeren Frauen zu sagen, was sie machen und was sie lassen sollen. Die Entscheidung muss jede Schwangere selbst treffen. Du hattest bestimmt einen Grund warum du die Ultraschalluntersuchungen gemacht hast. Und ich gehe davon aus, dass dein Frauenarzt/deine Frauenärztin dich dazu ausführlich beraten hat. Mit unserem Tipp möchten wir dazu anregen, alle Untersuchungen immer auch kritisch zu betrachten und Sinn und Zweck zu hinterfragen. Laut Mutterschaftsrichtlinien z.B. werden 3 Ultraschalluntersuchungen im Verlauf der gesamten Schwangerschaft empfohlen. Wenn es medizinisch notwendig ist, haben natürlich auch weitere Ultraschalluntersuchungen ihre Berechtigung. Grundsätzlich empfehlen wir vor allen Untersuchungen, die einen Eingriff in den menschlichen Körper darstellen (seien es nun Ultraschall oder verschiedene Bluttests), zu klären: wofür diese sind, welche weitere Konsequenzen die Untersuchungen nach sich ziehen und ob es Alternativen gibt. In dem Liporello, das im Tipp empfohlen wird, steht ganz gut beschrieben, in welchen Situationen ein Ultraschall sinnvoll ist und wann eher nicht. Es ist zwar sehr viel Text (ca. 60 Seiten), aber es wird eine ganze Reihe von Fragen zu diesem Thema gut verständlich behandelt.

Mit besten Grüßen
Hebamme Julia

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