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Tipps vom Hebammennetzwerk

Tipps zur Geburtsvorbereitung Teil 2

Von Hebamme Melanie

Alternative Maßnahmen zur Geburtsvorbereitung
Alle alternativen Maßnahmen können die Geburt unterstützen, können aber auch genauso gut keinen spürbaren Effekt haben. Wenn du etwas zur Vorbereitung dazu tun möchtest, du „Zeit und Muße“ dafür hast und du das vielleicht auch für deinen Kopf brauchst, ist es sicher gut, ein oder zwei Dinge davon auszusuchen. Mach nicht alles auf einmal und schon gar nicht unter Stress, denn sonst versteifst du dich nur auf etwas, was vielleicht nicht so wirkt wie du erwartest.

Und letztlich auch hier wieder unser Rat: du bist nur schwanger!!! Das ist das natürlichste auf der Welt und die Geburt kann auch ohne all diese Maßnahmen super laufen!!!

Akupunktur
... soll die Eröffnungsphase des Muttermunds verkürzen. Die Theorie sagt, dass man die Geburt durch Akupunktur bis zu 4 Stunden verkürzen kann. Akupunktur kann man aber auch wunderbar bei Schlafproblemen, Gedankenkarussell oder anderen Schwangerschaftsbeschwerden nutzen. Guter Schlaf ist die beste Medizin! Geburtsvorbereitende Akupunktur beginnt ab der 36. Schwangerschaftswoche und findet 3-4x bis zur Geburt statt. Ab der 40. Woche kann es jeden 2. Tag erfolgen.
Akupunktur bei Beschwerden kann jederzeit erfolgen (vor allem in der Frühschwangerschaft), jedoch nicht bei Wehenbereitschaft vor der 36. Woche oder bestimmten Vorerkrankungen.

Solltest du schon eine schnelle bzw. gute Geburt erlebt haben, musst du mit deiner Hebamme Rücksprache halten und mit ihr abwägen, ob es Sinn macht an der geburtsvorbereitenden Akupunktur teilzunehmen.

Himbeerblättertee
.... soll die Gebärmutter für Wehen empfänglich machen, dass der Muttermund sich unter Wehen gut öffnet. Er wird empfohlen, erst ab der 36. Schwangerschaftswoche damit zu starten. Sollte sich bei dir eine Frühgeburt abzeichnen, frage vorher bitte unbedingt deine Hebamme. Den Tee kannst du dir in der Apotheke kaufen. Dosierungsempfehlung erfrage am besten auch bei deiner betreuenden Hebamme.

Heublumendampfbad
... nutzt man um den Beckenboden auf die Geburt vorzubereiten. Der warme Dampf und der Kräuterinhalt sollen bewirken, dass der Beckenboden gut durchblutet ist und unter der Geburt gut nachgibt und sich dehnen lässt.
Das Vorgehen, die Häufigkeit und die Dosierung wird dir deine betreuende Hebamme erklären.

Dammmassage
Sinn der Dammmassage ist es, den Damm (also den Bereich zwischen Scheide und After) gut zu massieren, damit er weich und nachgiebig wird. Daher ist auch dies erst ab der 36. Woche zu empfehlen. Wie man dabei vorgeht, kann dir deine Hebamme erklären.

Häufigkeit: so oft du magst. Man kann damit nichts falsch machen. Es sollte nur angenehm und ohne Stress ablaufen.

Wenn du es dir vorstellen kannst, kann auch der Partner die Dammmassage übernehmen. Es sollte aber nicht wehtun und auch nicht länger als 10-15 min andauern. Als Öl kannst du ein spezielles Dammmassageöl benutzen.

Epi-No, als Alternative oder zusätzlich zur Dammmassage
Das Epi-No könnte so viel heißen wie „Episiotomie, nein“ (Episiotomie =Dammschnitt) und ist seit einigen Jahren auf dem Markt. Es sieht ein bisschen so aus wie ein Blutdruckmessgerät und funktioniert auch ähnlich: Es gibt eine Handpumpe, einen Druckanzeiger und einen kleinen Ballon am Ende. Das Prinzip: Alle 2-3 Tage wird der Ballon in die Scheide hinter Damm eingeführt. Dann pumpt man ihn mit der Handpumpe soweit auf, bis ein tolerables

Spannungsgefühl kommt. In der Position lässt man den Ballon eine Zeit lang aufgepumpt und versucht sich zu entspannen, dass der Beckenboden gedehnt werden kann. Nach ein paar Minuten (je nach Spannungsgefühl und Geschmack) lässt man die Luft wieder ab. Der Druck in der Scheide (am Druckanzeiger gemessen) kann dann von Mal zu Mal gesteigert werden, je nach Toleranzgrenze.

! Wichtig ! Es soll nicht wehtun, sondern lediglich ein aushaltbares Druckgefühl entstehen.

Als Hebamme würde ich das Epi-No eher Frauen empfehlen, die ein traumatisches Erlebnis bei der ersten Geburt hatten, oder eine entsprechende Geburtsverletzung.

Bei allen Möglichkeiten gilt: nimm rechtzeitig Kontakt zu deiner Hebamme auf und frage sie, was sie dir an geburtsvorbereitenden Maßnahmen empfehlen kann.

Ich wünsche dir noch eine schöne Schwangerschaft und ein tolles
Geburtserlebnis!

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