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Tipps vom Hebammennetzwerk

Tipps zur Geburtsvorbereitung Teil 1:

Von Hebamme Melanie

Immer wieder kommt an uns Hebammen die Frage, wie man sich als Schwangere auf die Geburt vorbereiten kann und ob das Sinn macht.
Im Folgenden sind ein paar Methoden aufgezählt und kurz erörtert. Sie stehen in der Reihenfolge der Priorität, das heißt, es ist VIEL wichtiger, dass du in Bewegung bleibst und etwas für deine Fitness tust, als dass du 5x die Woche Dammmassage machst.

In Bewegung bleiben
...ist ein ganz wichtiger Punkt! Denk immer daran, du bist nur schwanger, nicht krank! Du kannst alles weiter tun, was dir gut tut, z.B. spazieren gehen, schwimmen, Rad fahren. Beweg dich weiterhin, geh mit dem Rad oder zu Fuß einkaufen, statt mit dem Auto. Nimm Treppen, statt Aufzug. Du brauchst Fitness, Energie und eine gute Durchblutung für die Geburt. Und dein Kind kann sich besser in die richtige Position drehen, wenn du dich regelmäßig bewegst.
Du wirst deinen Körper kennenlernen und die Anzeichen erkennen, wenn es dir/deinem Babybauch zu viel wird. Bekommst du von einer Tätigkeit z.B. einen harten Bauch oder bist danach sehr erschöpft, dann musst du das beobachten. Passiert dir das weitere Male, solltest du die Tätigkeit reduzieren (z.B. statt stramm spazieren gehen nur noch bummeln) oder gar eine Zeit lang aufgeben. Vielleicht befindet sich dein Baby gerade in einem Wachstumsschub und du hast nicht viel Energie für Aktivitäten übrig, was nicht heißt, dass du nach ein paar Tagen/Wochen es nicht erneut versuchen kannst. Es gibt Frauen, die gehen noch in der 40. Schwangerschaftswoche joggen, weil das ihr Sport ist und sie es in der Schwangerschaft auch durchgehend weiter getan haben.
Falls dir Ausdauersport zu aktiv und anstrengend ist, versuch es doch mit Yoga oder einfach einem Gymnastikkurs. Wassergymnastik kann man in der ganz eigenen Dynamik bestreiten.

Mentale Geburtsvorbereitung
Eine Geburt ist der natürlichste Prozess auf der Welt. Es ist jedes Mal wieder von neuem beeindruckend, was die Natur da auf die Beine gestellt hat. Zwei für das Menschenauge unsichtbare Zellen treffen sich genau zur richtigen Zeit, teilen sich Millionen Mal und heraus kommen: zwei Ohren, Nasenflügel, Wimpern, Fingernägel... Ein perfekter fertiger Mensch! Und wenn du dir bewusst machst, um was es bei der Geburt geht, dann siehst du jeder Wehe positiv entgegen! Wenn du erstmal Wehen hast, dann hat die Geburt doch schon mal begonnen! Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis du dein Kind in den Händen hältst.
Mache dir klar, dass eine Geburt kein pathologischer Zustand ist, sondern einer der wunderbarsten Momente, die ein Paar erleben kann. Natürlich kann eine Geburt auch anders verlaufen als man es sich wünscht. Aber warum vorher schon verrückt machen?
Stimme dich positiv darauf ein. Freu dich drauf! Lass dich nicht verunsichern durch Untersuchungen, Aussagen oder Geschichten von Freunden. Und falls doch, dann rufe einmal mehr deine Hebamme an – sie wird dir die Angst nehmen und dich zum Wesentlichen zurückbringen, dass du das aus deiner weiblichen Fähigkeit heraus schaffen wirst!

Evtl. Probleme mit dem Partner oder Familie klären
Eine weitere psychologische Hürde können Probleme in der Partnerschaft oder in der Familie sein. Fühl dich gedanklich frei, dass du dich im Kreissaal richtig fallen lassen kannst. Spreche mit deinem Partner über Probleme und Unsicherheiten. Zum Beispiel solltest du dir mit deinem Partner auch einig sein, welche Klinik ihr ausgesucht habt. Du kannst in einem Krankenhaus ohne Kinderklinik wahrscheinlich nicht gut loslassen, wenn dein Partner eigentlich ein Haus mit Kinderklinik als Sicherheit braucht.
Auch solltest du vor deinem Partner keine Hemmungen haben. Du wirst dich bei der Geburt verändern, sodass du dich und dein Partner dich auch von einer neuen Seite kennenlernen wird.

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