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Tipps vom Physiocoach Meike

So kannst du dein Baby/ Kleinkind effektiv beruhigen!

Mamis und Papis erleben tagtäglich neue Situationen und Herausforderungen im Umgang mit ihrem Kind. Aber manchmal lässt sich das Kleine irgendwie nicht beruhigen! Man versucht dann einiges, was man gezeigt bekommen hat, oder was instinktiv schon mal irgendwie geklappt hat.

Klar, in den ersten Lebensmonaten sind die meisten unruhig. Früher sprach man bei Schreikindern immer von den sogenannten „Dreimonatskoliken“. Dann gibt es die anfänglichen Anpassungsschwierigkeiten an den Tag- und Nachtrhythmus, Trinkprobleme, .....und so weiter und sofort. (siehe Expertenbeitrag: Wissenswertes über Schreikinder ).

Doch es gibt diese Momente nicht nur beim Einschlafen am Abend, sondern auch tagsüber zwischendurch. Das hast du sicherlich in stressigen Situationen auch schon erlebt. Dein Kind ist eigentlich gesund (gerade Arztbesuch gehabt), es ist satt und eigentlich müsste es glücklich und zufrieden sein!?

Hier ein paar physiotherapeutische Tipps, wie man sein (gesundes) Kind schnell in solchen Situationen effektiv beruhigt bekommt:

Beim Baby solltest du immer wissen, dass es nie schreit, um dich zu ärgern. Oder weil es eine Zuwendung mit Druck einfordern möchte. Ein Säugling protestiert nur, wenn er sich unwohl fühlt. Aber vor allem die sogenannte „Körperverlustangst“ macht den Kleinen zu schaffen. Wenn der Körperkontakt fehlt und es sich alleine fühlt, weiß es nicht, ob Mama und Papa wieder zurückkommen! In der Säuglingszeit stehen daher die existenziellen Bedürfnisse eines Säuglings im Vordergrund.

  • Körpernähe (Tragetuch/Tragehilfe sehr hilfreich in dieser ersten Zeit; Lagerung am Körper der Eltern z.B. Babybauch auf Papabauch)
  • Berührungen jeglicher Art (Handhalten, Hand auf Bauch, Massage, Ankuscheln, ..)
  • Beruhigung über Wahrnehmungsimpulse über Druck und Gleichgewicht (intuitiv schaukelt/ wiegt man ein Baby; Klopfen auf den Windelpopo hilft auch meist); „Ball-Hüpfübung“ Mutter-Baby (s. Video) – hilft super!!
  • Elterliche Ansprache sollte immer zielorientiert sein! LINK
  • Beim Einschlafen: Nicht anschauen und ansprechen, höchstens leise Wiegelieder singen! Das Baby soll sich „zentrieren“, also „zu sich finden“ und nicht abgelenkt werden (ein ansprechendes Gesicht stimuliert eher!)
  • Beim Beruhigen des Schreiens zwischendurch: Viel tröstende Worte, tägliche Rituale und sichere Handgriffe (Handling) geben Sicherheit!!

Hierzu habe ich ein Video mit Tipps von mir zu diesem Thema an:


Bei älteren Kindern kommt es bei allgemeinen Beruhigungsmöglichkeiten sehr individuell auf das Alter, den Entwicklungsstand und vor allem auf die Wahrnehmungsverarbeitung des Kindes an.
Jedes Elternpaar hat dann meist schon „seine speziellen Tricks“ aus der Babyzeit raus, was wirklich beruhigend auf das eigene Kind wirkt.
Es gibt Kinder, die reagieren sensibler auf äußere Einflüsse und fordern viel Fürsorge. Wiederum andere sind selbstsicher und genießen schon früh ihren erweiterten Bewegungsradius.
Schnelle Hilfen zum Beruhigen sind Kuscheltiere, Vorlesebücher oder beruhigende Musik.

       Marienkäfer         Esel    Esel
     Kirschkernkissen Marienkäfer                   Schmusetusch Alex                             Spieluhr Esel      

Zusätzlich ändert sich natürlich mit der einsetzenden Sprachentwicklung die Kommunikation zwischen Eltern und Kind.

Interessant für dich zu wissen:
Aus der Wissenschaft ist bekannt: Erst wenn dein Baby sich selber fortbewegen kann (krabbelnd oder schon laufend), hat es die Gehirnreife zu denken: „wenn ich schreie, dann passiert das ..!“ Dein Kind ist dann soweit, kommunikative Zusammenhänge erfassen zu können und mit seinem eigenen Verhalten willentlich Reaktionen anderer zu beeinflussen!
Jetzt kann (sollte!) es mit dem Erziehen losgehen!

Hier gibt es noch mehr Tipps zum beruhigen deines Babys:
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Viel Spaß dabei, eure Meike

Hier geht es zu weiteren passenden Themen:
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2 Kommentare
2018-10-11T12:49:59Z
  • Donnerstag, 11.10.2018 um 14:49 Uhr
Super Tipps!

Gerade den Punkt mit dem Einschlafen finde ich absolut empfehlenswert, seitdem wir diesen beherzigen klappt es deutlich besser und auch viel schneller.
Für uns kam der Artikel leider zu spät, durch experimentieren kamen wir zwar selbst drauf, aber gerade beim ersten Kind hat man eben noch nicht so viel Praxiserfahrung und manches dauert länger.
2018-10-12T11:25:55Z
  • Freitag, 12.10.2018 um 13:25 Uhr
Besten Dank für dein Lob, Mary Poppins


Vielen Eltern mit solchen Tipps und mit verschiedenen Themen zu helfen macht mir sehr viel Spaß!

Würde mich freuen, wenn du meine Expertenrat-Beiträge weiter verfolgen würdest.


Liebe Grüße, Meike

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