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Frau Raufuss

Die ersten 3 Monate sind geschafft!

Irgendein Freitag im April. 7 Tage nach der Befruchtung. Ich weine. Grundlos. Schon den ganzen Tag. Immer wieder kullern die Tränen. Oh, das Kind sieht heute aber wieder süß aus. Und der Mann, hach. Gestern beim Frisör hatte ich so komische Bauchkrämpfe, ist bestimmt wieder alles nur ein schlechter Scherz und nächste Woche ist der Frust dann wieder groß.

Samstag. Urlaub mit der Freundin in Holland. Sie fragt, ob ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Ich heule, meine Brüste platzen und überhaupt bin ich anders als sonst. 

Der Samstag danach. Alle Tests bis jetzt sind negativ und ich spiele beim Fußballturnier der Eltern gegen die Kinder. Lege mich oft auf die Nase, bekomme schlecht Luft und bin über meinen Trainingszustand geschockt. Nach dem Spiel trinke ich ein Radler und schlafe um 19.30 Uhr auf der Couch ein. Der Mann telefoniert mit Freunden und die Frau meint: Märry ist bestimmt schwanger, niemand schläft so früh. Ich bin gefrustet und genervt vom Körper.

Sonntagmorgen. Sauer auf den Körper, den Muskelkater und die brennenden Brüst denke ich: „Noch einen Test, die doofe Periode spielt hier wieder Streiche und meint sie müsse mich weiter verrückt werden lassen.“ Im Bad traue ich meinen Augen nicht: DAS SIND 2!! Streifen. Der Mann muss gucken und fragt was das jetzt bedeutet. Um den Zustand zu unterstreichen, weine ich mal wieder. (Das geht bis heute super und innerhalb von 2 Sekunden ist meine gesamte Schminke aus dem Gesicht raus…) 

Das war vor 12 Wochen. Seitdem bin ich müde, antriebslos und habe einige Wochen mit starker Übelkeit und Schwindelanfällen gekämpft. Mein Tipp: Trinken, trinken und trinken. Dazu regelmäßig kleine Portionen essen und auf viele kleine Pausen achten. Knäckebrot geht immer, darf auch mal in der Handtasche dabei sein und hilft bei kleinen Übelkeitsattacken. Was aber viel wichtig ist, sind positive Gedanken im Kopf: Ja, diese Zeit wird vorbeigehen und ja, es wird wieder besser. Der erste Blick auf den Ultraschall, ja man sieht dort nur eine kleine Fruchthöhle, ist trotzdem ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Nach und nach sind dann auf einmal ein kleines Gummibärchen und dann plötzlich ein klitzekleiner Mensch zu sehen. Vor 2 Wochen waren wir bei der Nackenfaltenmessung und da winkte das kleine Baby fleißig zum Papa. 10 Zehen, 10 Finger und ein kräftiger Herzschlag. Alles so wie es muss. Der Bauch wächst so lala und ich bin echt gespannt, wann man es richtig sehen wird. Alle wichtigen Personen wissen Bescheid. Das Kind hat es mir an der Nasenspitze erkannt und wir mussten unser kleines Geheimnis schon in der achten Woche lüften: „Also Mama, nackig siehst du so anders aus. Bekommen wir jetzt endlich ein Geschwister?“ Am Abend erzählten der Mann und ich dann, dass das Christkind in diesem Jahr ein großes Geschenk bringen würde. Leuchtende Kinderaugen. „Meint ihr ein Baby? Ohjaaaa.“ Und seitdem wird der Bauch jeden Tag bestaunt, mit ihm wird gesprochen und das Wachstum wird mit grinsenden Augen begleitet. 

Nach und nach geht die Müdigkeit endlich wieder weg und die Übelkeit ist komplett verschwunden. Essen geht immer noch super, am liebsten Schnitzel. Die Brust schmerzt kaum noch, mein Tipp: frühzeitig auf Stillbhs ohne Bügel umschwenken und gerne auch mal kühlen.

Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen bringen, wann der Bauch endlich wächst (ja, ich warte drauf, ich freu mich richtig auf die kleine Kugel) und wann ich endlich endlich das Kinderzimmer einrichten kann. Typisch Frau, ich weiss.


Was bisher bei mir geschah:

Mein Schwangerschaftstagebuch

Und so gehts es weiter:

Schwangerschaftsupdate Woche 15

Schwangerschaftsupdate Woche 16

Schwangerschaftsupdate Woche 17 - Was zieh ich nur an?



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3 Kommentare
2018-07-17T07:34:37Z
  • Dienstag, 17.07.2018 um 09:34 Uhr
Oh wie schön!!!! Deine Erzählung hat mich so an meinen Schwangerschaftsanfang erinnert. Bei uns ist es zwar das erste Kind, dass wir im Oktober dann begrüßen dürfen, doch der Anfang war genau so ;D

Ich habe mich auch ständig gefragt, was mit meinem Körper los ist, warum ich auf einmal nicht mehr so fit und von der einen auf die andere Minute eingepennt bin. Umso größer war dann natürlich die Überraschung aber auch die Freude als der Test endlich positiv ausgefallen war Wünsch dir noch eine wunderschöne Kugelzeit ❤

2018-07-18T09:57:22Z
  • Mittwoch, 18.07.2018 um 11:57 Uhr
Finde ich toll, dass du hier über deine Erfahrungen schreibst. Als Erstgebärende weiß man ja nicht so genau, was auf einen in der Schwangerschaft und danach zukommt. Man kann zwar Schwangerschaftsratgeber lesen, doch das meiste lernt man, finde ich, durch die Erfahrungen anderer Mütter. Ganz liebe Grüße!
2018-07-18T10:02:26Z
  • Mittwoch, 18.07.2018 um 12:02 Uhr
Liebes Kruemelchen2018, Liebe Martha!

Danke für Eure Kommentare. 

Die Müdigkeit vergeht und aufeinmal sind da Kräfte, die niemand mehr in seinem Körper vermutet.. Und wenn dann der Nestbaubetrieb losgeht, ist wieso niemand mehr sicher

Die Erfahrungen von anderen Müttern sind viel besser, ich werde aber einige Ratgeber vorstellen, die ich wirklich gut finde!

Wir lesen uns!

Märry 

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